[Kolumne] Warum wir Dankbarkeit nicht nur zur Weihnachtszeit brauchen.

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23 Dezember 2016

Danke. Ein simples Wort - und doch mit so viel Bedeutung und Liebe. Ein bisschen 0815 geht es heute so kurz vor Weihnachten um genau das. Dankbarkeit und Liebe. Doch wen kümmert das schon, wie 0815 ein Thema zu einem gewissen Zeitraum ist - es sollte einen viel eher kümmern, dass es nicht immer 0815 ist. Dass man nicht immer, das ganze Jahr über, versucht so viel Dankbarkeit und Liebe in die Welt hinaus zu tragen.

Wer mir auf Instagram folgt, der weiß von meinem Menschenhass. Ich hasse Menschen. Ja, immer wieder. Aber nicht Menschen per se, sondern das, was meist von ihnen zurück kommt: nämlich nichts. Massen aus leeren Menschenhüllen, die nicht begreifen, was das Leben bedeutet und es auch gar nicht wissen wollen. Sie nehmen einfach alles so hin - oder beschweren sich. Meckern. Heulen. Schimpfen. Aber selbst den Stein ins Rollen zu bringen, ein Miteinander zu erschaffen, in dem man einfach kein Arschloch ist, fällt so vielen nicht einmal ein. Jeder ist mal ein Arschloch - auch ich bin es oft genug. Denn actio = reactio. Begegne ich Desinteresse, Verständnislosigkeit oder einem unbegreiflichen Schwall an Hass, dann bringt mich das auf die Palme. Dann werde ich zum Menschenhasser. Actio = reactio. Doch wie viel einfacher und schöner wäre das Leben, wenn wir das zu schätzen wüssten, was wir haben? Glück empfinden und es greifen? 

Erst gerade eben habe ich einen Kommentar auf Facebook abgeliefert, den ich mir auch hätte sparen können. Denn wie bekannt ist, ist das Diskutieren im Internet meist wie bei den Paralympics. Auch wenn du gewinnst bleibst du behindert. Aber nein, ich konnte es mir nicht verkneifen. Die Thematik war ein Blogpost, in dem aufgezeigt wurde, wie viele eine Hausfrau eigentlich verdienen würde, wenn sie für ihre Arbeit entlohnt werden würde - berechnet wurde eine Tagesarbeitszeit von 13,5 h. Für mich eine absolut absurde Zahl und in der Aufdröselung, wie sie in dem Blogpost gegeben wurde, sowieso. Grundsätzlich ist das aber ein anderes Thema - der Kern meiner Einstellung hierzu ist aber folgender: es ist alles eine Einstellungssache. Man kann darüber weinen, dass man Kochen muss. Es als Arbeit betrachten, sich beschweren und noch unzufriedener werden. Oder man betrachtet es als zusätzliches Hobby; probiert sich aus und hat Spaß daran. Man kann rumheulen, dass man keine Zeit für nichts hat, weil man sich ja noch mit den Kindern beschäftigen muss. Punkt 1: Deine Entscheidung, Kinder zu kriegen. Punkt 2: Man darf natürlich auch mal überfordert sein - aber dann änder was an deinem System, hol dir Hilfe oder sonst was. Punkt 3: Oder genieße einfach die Zeit, die du mit deinen Kindern hast. Binde sie ein in deine Hobbies. Sei einfach dankbar, dass du sie hast. Die Kinder und die Zeit.

Sei nicht griesgrämig, weil es das Mais in der Kantine nicht gab, so wie du wolltest. Sei dankbar und freu dich, dass es Süßkartoffeln gibt, die du mindestens genauso magst. Freu dich deines Lebens, deiner Gesundheit, deiner Mitmenschen, deinen Lebensumständen. Sag einfach danke. Jeden verfickten Tag zu jedem verfickten Menschen, der dir genau so entgegen kommt, wie du es dir wünscht. Danke von mir aus auch Gott, aber danke auch deinem Arzt. Danke dem Menschen, der dir die Tür aufhält. Danke für die Luft zum Atmen. Danke für das Leben. Schätze es. In allen Formen. Jeder hat seine Laster - ich lebe sehr gesund, außer bei zwei Faktoren. Ich schlafe viel zu wenig und ich rauche. Selbstverständlich sind das Dinge, die aktiv gegen den Wert des Lebens sind. Ich weiß um meine Fehler, die ich jedoch durch das Abwägen gegen andere Dinge für mich akzeptiert habe. It's okay. 

Und wisst ihr, letztendlich geht es auch gar nicht so sehr um das Wort "Danke". Ich tue mir, meinen Mitmenschen und meiner Umwelt gerne Gutes und halte das aus meiner Sicht für selbstverständlich; eigentlich sollte das keine Tugend, sondern etwas, das in allen Menschen verankert ist. Ist es aber nun mal nicht - und da kommt dann das Wort "Danke" als solches hinzu. "Danke" an die Menschen, die sich nicht dem System der Masse hingeben und aus der Reihe tanzen, indem sie das tun, was eigentlich Teil der Masse sein sollte. Verrückte Welt mit viel zu viel Hass und viel zu wenig Liebe.




Was Mareike zu dem Thema zu sagen hat?
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Kommentare on "[Kolumne] Warum wir Dankbarkeit nicht nur zur Weihnachtszeit brauchen."
  1. Meine Liebe,
    In meinem Beruf werde ich immer öfter und immer wieder mit unzufriedenen, runstänkernden und unfreundlichen konfrontiert. Echt nicht schön! Ich bin echt ein friedliebender Mensch. Ich bin freundlich von Natur. Und dann kommen sie... die Meckerer, die mit sich und allem unzufrieden sind. Sie sagen nicht Guten Tag, Auf Wiedersehen oder Danke. Ignoranz pur.
    Ich gebe dir vollkommen recht!
    Für mich ist Höflichkeit ein sehr wichtiger Aspekt und ich könnte diesen Menschen manchmal mit dem nackten A**** ins Gesicht springen. Mache ich aber nicht - ich bin ja ein nettes und gut erzogenes Weibsbild.
    Kein Appell an alle Griesgrummel: begegnet eurem Gegenüber mal mit einem Lächeln und einem "Danke" und schon fühlt ihr euch besser!
    Danke Liiiiiiiischiiiii für deine tollen Artikel - Du machst meine Freitage noch schöner
    :-*

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    1. Vielen lieben Dank, Tami! Griesgrummelei raubt einem so viel Energie, die man viel schöner für ein klein wenig Liebe nutzen könnte :)

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