[Kolumne] Not my last Tinderella story: Part III

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09 September 2016



Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich gar keine Lust mehr auf Männer habe? Also so gar nicht? Habe ich glaub ich schon - ich wollte es nur noch ein Mal betonen. Alle zusammen gehen sie mir auf die Nerven; dabei bin ich doch eigentlich ein echt cooles Weibsstück. Aber gehen wir sie mal wieder Schritt für Schritt durch.


Damit alle auch immer auf dem aktuellsten Stand sind, sollte man sich im besten Fall das und das durchlesen - ihr wisst bescheid? Gut, dann geht es nun weiter. M und V bekommen heute einen gemeinsamen Abschnitt, denn mehr haben sie weder verdient, noch, äh, ist sonderlich viel passiert. Mit V gab es noch einen sehr amüsanten Moment - er schrieb mir, dass er sich mit mir treffen wollte. Ich konnte nicht, wusste auch gar nicht wieso wir uns überhaupt noch sehen sollten, aber gut. Ich habe ihm Freitag vorgeschlagen, er meldete sich nicht mehr. Same story, different day. Schreibt er mir dann plötzlich am Samstag drauf: "Komisch, dass du meintest, du hättest am Freitag Zeit für ein Treffen. Warst ja auch auf dem Obstwiesenfestival; war schön dich am Obststand wieder zu sehen. Hast du heute Lust auf eine Homeparty?" Wie was hä? Hm. Ich war auf einem Festival, ohne dass ich etwas davon wusste? Verrückt. Ich dachte mir nur, Junge, nimm weniger Drogen. Auf die Homeparty hatte ich tatsächlich Lust, aber ich war so unfassbar müde, dass ich das eigentlich nicht gepackt hätte. "Du, lieber nicht, ich muss ein wenig Schlaf nachholen." "Das kannst du ja auch in meinem Bett machen." Srsly, boy? Nun ja, das war es dann seitdem. Von M wurde ich offiziell gebencht. Nachdem wir nun eine Weile keinen Kontakt hatten, mir aber auffiel, ich habe meine Breaking Bad DVDs noch bei ihm (ich sollte meine Dinge definitiv weniger irgendwo liegen lassen...), schrieb ich um zu fragen, ob es das nun sich doch mit uns erledigt hätte und wann ich meine DVDs holen kann. "Nein nein, tut mir echt leid, ist gerade nur so viel los bei der Arbeit! Aber ich melde mich, wenn mal wieder ein Zeitfenster frei sein sollte." In anderen Worten: wenn der Druck dann doch zu hoch werden sollte. Untenrum.





Ein ausführliches Update zu C möchte ich eigentlich gar nicht abgeben, denn es werden auch so schon genügend Gefühle verletzt. Ja, eine Freundschaft mit dem Exfreund ist nicht einfach, besonders wenn die Emotionen von beiden nicht die gleichen sind. Dennoch haben wir theoretisch eine wundervolle Freundschaft und verbringen auch wirklich schöne Zeiten miteinander - schönere Zeiten, als die, in denen wir zusammen waren. Ich bin sehr froh, dass er weiterhin ein Teil meines Lebens ist und das auch bleibt.

K und P sind zum Glück komplett Geschichte, daher auch kein Update. Allerdings gibt es noch M2 und D. Huch, ja, schon wieder neue Namen. Wobei M2 kein neuer Name ist und gleich heißt wie M und sich mittlerweile eigentlich auch schon wieder erledigt hat. Ein sehr sympathischer junger Herr und ein sehr attraktiver noch dazu. Er erfüllt mal wieder sehr viele Punkte bei einem Mann, die ich mir auch so wünsche - gebildet, Ziele im Leben, aktiv, interessiert, ein wenig alternativ. Läuft. Punkt 1 blöd: Wohnt in Ulm. Nicht die Welt, aber ja so semi gut. Punkt 2 blöd: Er ist zu gebildet. Wobei gebildet hier nicht das richtige Wort ist. Aber ich bin gerne mal provokativ, ich fluche, habe einen derben Fäkalhumor und lache über Penisse. Das kollidierte irgendwie ein wenig und mein Gefühl sagte mir stets, ich müsse mich kontrollieren, um nicht zu behindert zu sein. Und wenn schon so ein Gefühl auftaucht, dann kann der Kerl sonst wie interessant und attraktiv sein: das funktioniert nicht. So sagte ich schon innerlich tschüss zu diesen wirklich wunderschönen Augen und den noch schöneren Lippen - echt schade drum.


D ist nun eine etwas andere Geschichte. Ich mag ihn, sehr sogar. Bei ihm kann ich sein wie ich bin - wir hören die gleiche Musik, wir können über alles reden und lachen. Wir wollen nach Barcelona, einfach so, weil wir es können. "Würden wir uns nicht erst so kurz kennen, hätte ich gesagt, wir fliegen einfach nach Barcelona." "Und was hindert uns daran, das einfach tatsächlich zu machen?" "Lass es uns tun." Kennt ihr das, wenn eigentlich alles zu passen scheint und ihr auch jedes Mal dumm in euer Handy grinst, wenn eine Nachricht rein flattert und trotzdem könnt und wollt ihr euch einfach auf nichts einlassen? Es ist keine Angst, verletzt zu werden. Keine Angst, jemanden zu verletzen. Es spricht im Grunde nichts dagegen - und doch will ich das einfach nicht. Ich will Unabhängigkeit, ich will mich nicht wieder von Null an auf jemanden einstellen müssen, ich will keine Verpflichtungen. Ich will keine Liebe. Selbstverständlich gibt es immer so unfassbar viele Stationen zwischen einem Kennenlernen und einer liebevollen Beziehung. Millionen Möglichkeiten, wenn ihr mich fragt. Aber welche davon ist gerade die richtige für mich? Ich brauche Nähe, ich brauche mir nahe stehende (männliche) Bezugspersonen und ehrlich, gegen Sex spricht natürlich nichts. Aber One Night Stands? Nein. Fickbeziehungen? Nein. Freundschaft Plus? Vielleicht am ehesten - doch dann ist man wieder an einem Punkt, an dem früher oder später tatsächlich Gefühle verletzt werden. Mir geht es zu gut dafür, dass ich das nun riskieren wollen würde.
 Foto: B.A. FOTO / ARTS

Was Mareike als Tinderella so treibt?
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