[Kolumne] Instagram Stories vs. Snapchat

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12 August 2016


Ein Raunen ging durch die Menge. "Wenn man etwas nicht abkaufen kann, dann macht man es eben selbst." Ideenklau könnte man das nennen, Abkupfern und kopieren. Durch die Einführung der Insta-Stories hat Instagram sich zum neuen Snapchat gemausert - doch ist das wirklich so? 

Um ehrlich zu sein habe ich zu dem Thema gar nicht so viel zu sagen - ich habe mich an Snapchat versucht, fand die Filter kurzzeitig sehr lustig und dann... dann war es auch wieder vorbei. Der größte Benefit von Snapchat ist es, dass alles so real und ungestellt und absolut nah am Menschen sein soll. Aber das ist meiner Meinung nach absoluter Bullshit. Denn mal ehrlich, wer sich hässlich auf einem Snap findet, der löscht ihn und macht ihn einfach nochmal. Same here. Und wenn etwas 'behindert' aussieht, dann ist auch das mehr als gezielt. Wie gesagt: ich konnte Snapchat noch nie etwas abgewinnen.

Instagram ist da schon viel eher mein Steckenpferd. Momentaufnahmen, ein Einblick in den Charakter. Natürlich auch ganz gezielt, niemand stellt etwas online, was er selbst doof findet. Aber ein gutes Instagram-Profil lässt sehr viel auf die Interessen der Menschen hinter dem Profil schließen. Ich sehe Menschen, identifiziere mich mit ihnen und folge dann meistens auch. Weil ich dann weiß, da ist jemand, der mag das gleiche wie ich. Und ich kann mir das immer wieder anschauen, alles zusammen. Die Entwicklung eines Menschen auf einem Blick - denn wenn man zB meinen Feed so durchschaut, dann sieht man doch ganz genau, wie ich mich im Laufe der Jahre verändert habe. Wo meine Prioritäten früher waren und sie heute sind. Das wäre ganz klar der Punkt für Instagram.

Mit den Insta-Stories hat für mich Insta nicht gewonnen - denn sie interessieren mich schlichtweg nicht. Diese Leiste oben, in der angezeigt wird, wer etwas neues gepostet hat, ist so unheimlich unübersichtlich und macht einfach keine Lust auf mehr. Hier schaue ich lediglich bei Menschen nach, die ich auch persönlich kenne, mit denen ich aber nicht täglich zu tun habe. Und selbst dann denke ich: da hätte mir nun ein Foto in deinem Feed auch absolut ausgereicht. Ich bin was dieses ganze Social Media Gedöns angeht eigentlich immer auf dem neusten Stand und lehne auch neue Funktionen nie grundsätzlich ab. Aber wenn ich mich kein kleines bisschen bereichert fühle, dann bringt mir das nichts - weder auf Snapchat, noch auf Instagram.

Dennoch denke ich, dass es Snapchat nicht mehr lange geben wird - denn wer auf dieses Zeug steht, der hat auf Instagram einfach beides auf einem Haufen. Man spart Datenplatz und Datenvolumen. Manchmal muss man das einfach rational betrachten.


Was Mareike zu dem Thema sagt?
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