[Kolumne] Mann für einen Tag: Wie ich mir das Leben mit einem Penis vorstelle.

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22 Juli 2016



Penis. Ein kurzer Einstieg für eine Kolumne. Gut, es gibt auch große Penisse (oder Penen?), das Glück war mir bisher hold, aber... wie finde ich den Weg wieder zurück in den Einstieg? Ach ja. Penis. Der Grundgedanke hinter dem Thema war eigentlich, sich das Leben als Mann vorzustellen. Einen Tag pure Männlichkeit verbreiten - wie würde das für mich aussehen? Doch schnell bin ich wieder an dem Punkt angekommen, dass ich kein Freund von Stereotypen bin. Männlich, weiblich, ugh. 

Bereits in einer vergangenen Kolumne von anno dazumal ("Mann 2.0: Wann ist ein Mann ein Mann?") entsprach meine Konklusion der Aussage: Ein Mann ist ein Mensch. Eine Frau ist ein Mensch. Ein Mensch ist ein Mensch. Für diejenigen, die nun denken. Hat die Alte gerade ein Rad ab und kann sich nicht normal ausdrücken: Ich erwarte sowohl von Männern als auch von Frauen in etwa die gleichen Charaktereigenschaften, schränke das dann eher vom Typ Mensch oder von den biologischen Gegebenheiten ein. Ein großer Mann sollte eine kleinere Frau beschützen. Hat ein Mann Angst vor Spinnen und Frau nicht, dann soll sie die Spinnen für ihn entfernen. Alles cool. Ein Machtspiel der Geschlechter finde ich - wenn es tatsächlich als solches angesehen wird - nicht korrekt und/oder erstrebenswert. Was mich wieder zum Beginn zurück führt: Penis. Das Essentiellste, das primäre Geschlechtsmerkmal, der konkreteste Unterschied. Der Schwanz, das Glied, der Prügel. Ich könnte hier SEO-Optimierung betreiben und eventuell das Penis-Spiel spielen - wie viele Synonyme finde ich spontan für das Wort "Pimmel"? Aber ich schweife ab. 

Die Frage, die ich mir selber stelle, ist gar nicht so sexuell übergreifend, wie man sich das eventuell denken würde. Kein "Oh, wow, wie ist es wohl, viele Frauen zu ficken und danach als Held gefeiert zu werden?", denn diese Theorie halte ich doch für sehr überzogen und veraltet und auch einfach nur dumm. In erster Linie ist es sowieso egal, was die anderen von einem denken. Aber gehen wir mal davon aus, es sei uns nicht egal: Es ist alles eine Frage der Ausstrahlung und des Bewusstseins für seine eigenen Taten und Gedanken und vor allem, wie man das nach außen trägt. Aber auch das: anderes Thema. Was ist das nur für 1 life heute mit mir? Entschuldigt mich. 

Zurück zu meiner eigentlichen Frage: Wie fühlt sich so ein Körperteil an? Ein Teil, das an einem herunter baumelt, zum Teil ein Eigenleben führt und auch noch so intensiv mit Nervensträngen durchzogen ist? Ich versuche sogar in diesem Gedankengang den rein sexuellen Trieb auszuklammern und das wirklich ganz emotional zu betrachten. Das Empfinden der Umschließung - als Frau weiß ich ebenso, wie wunderschön eine Berührung sein kann. Wie intensiv das erstmal bei einer absoluten Umschließung eines Körperteil mit so wahnsinnig vielen, empfindsamen Nervensträngen sein muss, das kann ich mir wohl nicht in Ansätzen vorstellen. Und ja, darauf bin ich neidisch, das kann ich nicht leugnen. Daher weiß ich, wäre ich für einen Tag ein Mann, dann würde ich nichts anderes tun, außer Sex zu haben. In den verschiedensten Formen. Vielleicht würde ich auch ein Stündchen dafür nutzen, um mit meinem Penis die Selbstkontrolle zu erlernen. Aber ob es mir das Wert wäre? Wahrscheinlich nicht.



Was Mareike tun würde, wenn sie einen Tag lang ein Mann sein könnte?
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1 Kommentar on "[Kolumne] Mann für einen Tag: Wie ich mir das Leben mit einem Penis vorstelle."
  1. Hallöchen :) Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und er ist wirklich super schön. Ich habe dir auch direkt mal ein Abo dagelassen, dass ich auch nichts mehr verpasse. Ich würde mich total freuen, wenn du mal bei mir vorbei schaust. Auf meinem Blog geht es ums Kochen, Genießen und einen schönen Lebensstil.
    Liebste Grüße, Chiara :)

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