[Kolumne] Friendzoned - sind Männer die besseren besten Freunde?

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25 März 2016

Gedankenflug - eine Kolumne, die sich mit den alltäglichen Dingen des aktuellen Lebens beschäftigt - und diese unabhängig von einander durchleuchtet und für euch auf den Punkt bringt.

'Jungs sind doof!' Wohl der letzte Satz, den man jemals aus meinem Munde gehört hätte. Ich war schon immer diejenige, die Best Buddy mit allen Boys aus der Hood war. Nur leider sahen das die Mitmenschen nie gerne. Meine besten Freunde gingen leider immer so schnell, wie sie auch kamen - 'Du, die sagen alle, wir heiraten. Ich will das nicht. Also, ich finde dich jetzt nicht doof, aber ich muss die Freundschaft beenden.' Eine ganz neue Form des De-Friendzonen und das bereits in der dritten Klasse.

Zuerst war da M., dann T., dann M., dann meine ganze Boy-Crew und am Ende kam Hepp, der bis heute mein best Buddy blieb. Mit so ziemlich allen wurde mir eine Affäre angedichtet; bis auf M. in der 3. Klasse habe ich aber nie mein Herz an einen guten Freund verloren. Es ist eben irgendwie unnatürlich, romantische Gefühle für jemanden zu entwickeln, der wie ein Bruder für dich ist. Punkt. Ich zweifle nicht daran, dass fast alle von denen nicht nur ein Mal darüber nachdachten, wie es wohl ware, mit mir ins Bett zu gehen. Aber das ist schon okay so, dann weiß ich wenigstens, dass ich nicht die allerhässlichste Schabracke bin. Aber zurück zum eigentlichen Thema.

Frauenfreundschaften sind mit ehrlich gesagt beinahe vollkommen fremd. Ich erinnere mich noch daran, wie ich in der 5. Klasse in eine Mädels-Crew aus sechs Mädels kam. Wir haben alle recht oft was miteinander gemacht - entweder alle gemeinsam oder nur einzeln und ach, ihr kennt das ja. Ich war zwar ein fester Teil von all dem, aber ganz ehrlich - meinen Platz habe ich dort nie wirklich gefunden. Nach ungefähr drei Jahren spaltete ich mich von der Gruppe ab. Nicht nur, dass ich in eine andere Klasse kam , nein - ich war das alles einfach leid. Lästereien, Verschwörungen, Komplikationen, Anschweigen, Beleidigt sein. Ugh. Alles auf einem Haufen. Sechs Mal. Widerlich, ehrlich. Einzeln ging das noch richtig gut, aber gemeinsam brüteten sie jedes Mal ein neues Drama aus.

Im Gegensatz dazu kann ich euch von meiner Boys-Crew erzählen. Angefangen hat das ungefähr, als ich in der 10. Klasse war. Ungefähr zehn Jungs und ich - und es war das Schönste, das ich damals erleben konnte. Gab es Stress? Sicher, reichlich. Aber man hat sich einfach kurz derbe die Meinung ins Gesicht gesagt, danach darüber gelacht und war wieder ganz dicke. Frauen sprechen in solchen Situationen zwar echt wahsninnig viel, aber kommen nie auf den Punkt - Männer machen's kurz, aber es muss dann auch einfach nicht mehr gesagt warden. Und vor allem ist man im Nachhinein nicht beleidigt.

Ich habe für meinen Teil schon immer recht gerne geflucht. Nicht standing und natürlich nicht im Beisein von jedem - aber sobald ich mit Menschen zusammen bin, mit denen ich mich zutiefst wohl fühle, dann kenn ich nichts mehr. Dann ist meine Schwester eben ein Huso und Vanna eine Bitch (übrigens zwei weibliche Wesen, die vollkommen aus dem Rahmen fallen und damit gleichziehen mit meinen bisherigen Boy-Freundschaften. love und so.). Dann wird sich eben mit 'Yo Mongo' 'Was geht, Biatch?' begrüßt. Und man weiß, man beleidigt sich nicht wirklich. Das ist Liebe, aus ganz tiefstem Herzen.

Unter meinen Männern musste ich nie jemandem irgendwas beweisen. Wenn ich irgendwas nicht konnte, dann war das okay - wenn ich irgendwo besser war als sie, dann war man stolz. Kein Neid, keine Eifersucht. Wie immer möchte ich mich davon distanzieren, alles zu verallgemeinern. Wenn überhaupt jemand der Meinung ist, dass man das nicht tun sollte, dann bin das ich - es gibt unter jeder Personengruppe solche und solche Menschen. Es gibt Männer, die ich  nicht leiden kann und Frauen, die ich über alles liebe.
Es sind so gewisse Eigenschaften, die ich nicht permanent um mich haben will - ich brauche kein ständiges Geheule, Übertreibungen des Todes oder Probleme mit Lösungen, die grundsätzlich noch mehr Probleme hervorrufen. Und diese Eigenschaften sind mir bisher leider größtenteils bei Frauen begegnet. Nein, danke.

Mein Tipp: hast du deine sexuellen Triebe halbwegs unter Kontrolle, dann schnapp dir ganz schnell einen männlichen besten Freund. Das spart ganz schön viel Drama und Energie. Und hast du eine geniale beste Freundin, dann stell sie mir vor; ich suche noch vergeblich.




Ob Mareike Männer für die besseren
besten Freunde hält?
>>KLICK<<Was meint ihr zu dem Thema?
Seht ihr das ähnlich wie ich?

Ansonsten: see you next week! Gleicher Ort, gleiche Zeit.
Kommentare on "[Kolumne] Friendzoned - sind Männer die besseren besten Freunde?"
  1. Ich hatte einmal einen besten Freund und der hat sich dann in mich verliebt. Das war echt schade, aber irgendwie war das Verhältnis dann irgendwie gestört...
    Freundschaften mit Mädels find ich vor allem in der Pubertät echt schwierig. Viel gezicke, da sich jede erst selbst finden muss. Viel rumgeheule wegen den Typen. Aber seit ca. 5 Jahren habe ich die beste Fruendin, die man sich wünschen kann.
    Wir streiten wirklich nie und können uns alles anvertrauen. Sie ist immer für mich da und neben meinem Freund und meiner Famlie eine der wichtigsten Personen in meinem Leben :)

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  2. Seh ich genauso!!
    In meiner Ausbildung bin ich nur mit den Jungs rumgehangen und auch wenn da oft dumme Sprüche kamen (vor allem weil der eine und ich schon recht "flirty" miteinander waren..) und obwohl wir zusätzlich auch noch teilweise nen recht großen Altersunterschied hatten, war die Zeit perfekt. Die Jungs waren das Allerbeste und ich finde sowieso schon immer, dass man mit Jungs viel besser befreundet sein kann.
    Mädchen gibts irgendwie nie so wirklich, die komplett zu mir passen. Ich habe 1 Freundin und hatte auch zwischenzeitlich immer mal paar Mädels, mit denen ich mich gut verstanden hab.. aber eben genau die Sachen, die du auch aufgezählt hast. Nee. Jungs sind da irgendwie einfacher.

    lg Caro :)

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  3. Ich bin früher auch immer mit Jungen besser klar gekommen und hatte daher kaum Freundinnen, weil ich einfach nicht zu ihnen gepasst habe. Was da an Spekulationen über Beziehungen aufkam, war dann doch recht umfangreich, aber letztendlich habe ich mich früher nicht in meine Freunde verliebt... das passierte mir dann vorletztes Jahr zum ersten Mal und nach einer dann sogar sehr glücklichen Beziehung habe ich nun leider mit der Trennung auch meinen besten Freund verloren... :( Den kann leider bis heute noch niemand ersetzen.
    Liebe Grüße

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  4. Ich hab fast nur weibliche Freundinnen:)

    Wünsche dir frohe Ostern! ❤️

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