[Top 5] Thank god it's tuesday! #4 - Anti-Edition

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29 April 2014



Was habe ich euch nicht in großen Tönen vorgespuckt, dass der Dienstag ein Superheld sein muss und viel öfter lobgepriesen werden sollte. Ein Traum von Tag, schön von innen und außen, der wahrlichst beste Freund des Menschen... NICHT. Nein. Nicht heute. Denn heute, heute ist einfach nicht meine Woche.


Schon gestern fing das Disaster an - ich schlief wie immer bei meinem Freund, von Sonntag auf Montag. Alles ganz normal, es gab keine Anzeichen dafür, welches Horrorszenario mich am nächsten Morgen antreffen sollte. So stehe ich am Montag auf, höchst motiviert, richtig Bock auf eine Vorlesung Textilchemie. Ja, wirklich. Nehme ich also meine Tasche und gehe ins Badezimmer. Duschen, Haare waschen, Zähne putzen und dann setze ich mich immer gerne auf den Flauscheteppich in seinem Bad und schminke mich. Tasche auf, Schminktäschchen raus... Schminktäschchen? Wo bist du?!

Ich hatte es tatsächlich zu Hause vergessen. Nur meine Sleek Palette lungerte allein in meiner Tasche, natürlich ohne Applikator drin. Scheiße. Der Tag war schon gelaufen. Pflegekosmetik habe ich ja en masse bei meinem Herzblatt rumstehen, aber Dekoratives nehme ich einfach immer gerne mit. Ungeschminkt bin ich dennoch nicht aus dem Haus - wie und was genau ich gemacht habe, das zeige ich euch noch in einem Extrapost. Nun aber zu heute - arg viel schöner war der heutige Tag auch nicht.


1. Ultra-Bad-Hair-Day mit anschließendem Bus Verpassen



Meine Haare sind jetzt nicht das Schönste von Welt, aber sie sind relativ unkompliziert und gnädig. Ich darf so ziemlich alles mit ihnen machen und dennoch bleiben sie gesund und wachsen kräftig weiter. Eine Frisurenmeisterin bin ich nicht - nicht an mir, ich kann nicht verkehrt herum denken. Weil da so hinten, auf dem Kopf... da geht irgendwie gar nichts. Bin meistens schon heilfroh, wenn ich einen halbwegs okayen Dutt hinbekomme - deswegen trage ich meine Haare auch zu 90 % offen. Und was machen meine sonst so friedlichen, glatten Haare?

Unglatt sein! Herumflattern! Abstehen! Insbesondere mein Pony wollte mir heute wohl richtig eine reinhauen. Ich habe ihn wieder nass gemacht, rundgeföhnt, mit Haarspary besprenkelt - und wieder stand er waagrecht von meinem Kopf ab. Ich dachte, es hackt. Es blieb mir nichts anders übrig, als ihn komplett weg zu stecken - steht mir zwar nicht, ich kriege irgendwie so eine seltsame Eierstirn, aber besser als ein Schirmdach aus Haaren. Dank des Ganzen Dramas um meine Haare ist die Zeit einfach an mir vorbei geflogen - ich verpasste meinen eigentlichen Bus und selbst für den nächsten wurde es knappt, sodass ich irgendwie alles was ich so finden konnte in meine Beutel packte, mir einfach irgendwas anzog und hoffte, der Inhalt meiner Taschen würde schon so passen.


2. Hoffnungen sollte man bekanntlich haben - ich heute nicht.


Natürlich passten meine Beutelinhalte nicht. Ich hatte Dinge drin, die ich heute gar nicht gebraucht habe (mein komplettes Nagelböxlein, Bodylotion und Kerzen... hä? wie das in meine Tasche rein kam, weiß ich auch nicht so recht; zumindest hatte ich keine romantische Nagelsession an der Uni geplant) und diverse Dinge, die ich eigentlich unbedingt mitnehmen wollte und soweit auch musste, waren zu Hause liegen geblieben. Wie zum Beispiel meine Sportschuhe; was ziemlich doof ist, wenn man zum Sport gehen will. Und Essen, was auch doof ist, wenn man Hunger hat. Und gute Laune, was am doofsten ist, wenn... naja, alles eben doof ist.


3. Aller guten schlechten Dinge sind drei.

Wie bereits erwähnt habe ich ja fast schon meinen zweiten Bus verpasst, in allerletzter Sekunde habe ich ihn doch noch gekriegt und das auch nur, weil ich Mister Busfahrer noch schnell zugewunken habe, bevor er schon wegfuhr. Als ich aber noch so zum Bus rannte und einen Blick auf mein Handy erhaschte, zeigte sich ein Bildschirm mit den Optionen "Ausschalten" "Abbrechen". Ich war eh schon verwirrt des Zorns, drückte also geistesabwesend auf Ausschalten. Mein Handy schaltete sich ab. Aha. Okay. Macht ja nichts.
Macht eben doch was, wenn man ein neues Handy mit neuer SIM und neuer PIN hat und die natürlich noch nicht auswendig kennt.
Und so saß ich da, zwar mit einem Handy, mit dem ich wenigstens Musik hören und aberviele Minion Rushs durchführen konnte, aber eine gesperrte SIM bleibt eine gesperrte SIM und man ist nicht erreichbar. Erst an der Uni hatte ich Dank W-Lan wieder WhatsApp und ich war wieder etwas entspannter. Ach, immer diese Internet-Suchtis. Ich bekenne mich schuldig.


4. Eigentlich bin ich ja umsonst aufgestanden.

Denn eigentlich habe ich Dienstags frei. Bisher hatte ich an dem Tag immer nur ein Praktikum, das aber seit Ostern vorbei ist - dennoch fahre ich rüber nach Reutlingen, um dort meine Hausarbeiten zu schreiben und eben den Hochschulsport zu besuchen. Außerdem habe ich mich dazu entschlossen, die Physik-Vorlesungen des ersten Semester zu besuchen, um meine Klausur dieses Semester nachschreiben zu können.
Punkt 1 wurde ja schon zwangs Haarproblemen nach hinten hin verschoben, da ich dadurch eine ganze Stunde später an der Uni ankam - zwar kam ich mit meiner Hausarbeit etwas vorran, aber produktiv ist wirklich was anderes. Dann ging es zu Physik - und ich fragte mich, was ich dort mache. Plötzlich verstand ich alles. Wusste wirklich nicht mehr, wieso ich die Klausur damals nicht bestanden hatte. Es ist alles eigentlich so einfach und logisch... ich hätte mir in den Allerwertesten beißen können, aber nun gut. Ich kann mir die Vorlesung getrost sparen - ein Gutes hatte es ja trotzdem, dort gewesen zu sein. In meinem Studiengang/Semester haben wir sage und schreibe sechs männliche Wesen, die alle zwar nett, aber keine Prachtkerle sind. Heute saßen aber ganze vier junge Männer aus dem 4. Semester drin, bei denen ich dachte: Joa. Kann man schon essen! Definitiv gibt es eine unfaire Hübsche-Männer-Verteilung.

Kurz vor Ende kriege ich dann noch eine Nachricht rein: "Ja Lischa, mir geht es nicht gut, lassen wir das heute mit dem Sport." UND WARUM BIN ICH NOCHMAL HIER? Ja. Natürlich konnte meine Freundin nichts dafür und ich hätte auch alleine gehen können. Aber irgendwie war eh schon alles doof.


5. Wirklich nicht dufte.

Getoppt wurde das ganze nur noch vom Heimfahren selbst. Mein erster Bus von der Uni zum Bahnhof hatte Verspätung - das ist schon mal gar nicht so gut, denn eigentlich kriege ich dann meine Bahn nur noch ganz knapp oder eben gar nicht. Ich habe sie doch noch gekriegt, da sie selbst 5 Minuten Verspätung hatte - thank god! Ich setzte mich also neben irgendjemanden - ich schaue eigentlich nie genau hin, wer da sitzt. Das ist mir ziemlich schnuppe - ein freier Platz ist mein Platz, sobald ich ihn erblicke. Ich verstehe die Menschen nicht, die lieber eine halbe Stunde stehen, anstatt sich neben jemand Fremden zu setzen. Am grusligsten finde ich es aber, wenn der ganze Zug/Bus besetzt ist und nur der Platz neben mir leer bleibt und alle lieber stehen... kennt ihr das? Das ist irgendwie... creepy. Aber auch die andere Variante ist mindestens genauso creepy - du sitzt im Bus, alle Plätze sonst sind leer. Eine einzelne Person steigt ein und setzt sich neben dich. Hilfe.
Aber darum geht es nicht. Denn vielleicht sollte ich mal damit anfangen zu schauen, wer da bereits sitzt. Neben mir saß ein junger Mann. Oh tut mir leid, er lag viel eher. Halb auf mir drauf. Schlafend, sabbernd und nach Räucherschinken stinkend. Uah. Das hätte mir schon gereicht. Aber nein, Murphys Law will es anders - die Bahn bleibt kurz vor meiner nächsten Station mitten in der Pampa stehen: "Aufgrund von technischen Störungen verzögert sich unsere Fahrt um einige Minuten." Äh und wie soll ich meinen Anschluss kriegen? Ach ja, gar nicht. Vielen Dank auch. Immerhin war Herr Räucherschinken wach.

Nachdem ich dann also doch aussteigen und eine halbe Stunde auf den nächsten Anschluss warten musste, hatte dieser dann natürlich auch Verspätung. Ganze 10 Minuten - ach, und wie soll ich meinen Anschluss-Bus kriegen? Gar nicht. Saß ich dann also wieder eine halbe Stunde am Kirchheimer Bahnhof fest. Na dann, Kaffee trinken gehen. Mich per WhatsApp bei meinem Freund ausheulen... ach, stimmt. GEHT JA NICHT. Nach einer halben Stunde war der Bus dann da, ich stieg ein und machte wieder die phänomenalste Sitzwahl meines Lebens. Herr Räucherschinken wurde hier um Längen von Mister Blauschimmel-Schweiß getoppt. Mir kam der Duft sehr bekannt vor - ja, ich habe ihn erst letzten Donnerstag im Giraffen-Gehege in der Wilhelma gerochen. Stinkt ziemlich arg unangenehm. Sehr... animalisch. 





TGIT. Thank god it's tuesday und thank god it's over.
Ich bin durch für heute.


Kommentare on "[Top 5] Thank god it's tuesday! #4 - Anti-Edition"
  1. Schade, dass du so einen doofen Tag hattest!
    Morgen wird ganz bestimmt besser! :)

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  2. Ein toller Post! :D Ich musste gerade wirklich einige Male lachen, auch wenn die letzten Tage für dich scheinbar nicht so dolle waren. Ich glaube solche Tage kennt wohl jeder, wo einfach nichts wirklich funktionieren will und wenn dann schon alles schief läuft und dann doch mal irgendwas ansatzweise Tolles passiert, kann das den Tag auch oft nicht mehr retten.
    Ich bin wirklich mal gespannt auf den Extrapost denn mich interessiert es mal, wie du dich so fast ohne Schminke geschminkt hast :) Für mich wäre es eine Horrorvorstellung, wenn ich meine Schminke vergessen hätte. Da bin ich wirklich sensibel, denn ohne Schminke mag ich nicht aus dem Haus gehen :)
    Dieses komische Gefühl, wenn der ganze Bus/Zug voll ist, nur neben einem selber ist noch ein letzter Platz frei und ganz viele Menschen stehen noch, kenne ich wirklich sehr gut. Das ist wirklich total seltsam! Und auch andersrum ist das ein unschönes Gefühl xD

    Ich hoffe ganz doll für dich das die nächsten Tage besser werden und du dich nicht so ärgern musst :)
    Liebste Grüße :)

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  3. Sehr amüsanter Post :)

    Deine Augenbrauen haben eine hammer Form, da werd ich ja glatt neidisch ; hätte ich auch sehr gerne haha :P

    Liebe Grüße ; prinzessin-vom-lande.blogspot.de

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