Image Slider

[Vegan Monday] Raw Vegan Superfood Overload Berry Cake

on
17 April 2017

WERBUNG


Als ich mich im November 2016 dazu entschloss, mein Leben ab jetzt vegan zu führen, stand ein tierleidfreies Leben für mich natürlich im Vordergrund - allerdings mit dem sehr wichtigen Aspekt, niemals auf Genuss verzichten zu müssen. Das ist nicht besonders schwierig, sobald man sich etwas in die Thematik eingelesen und sich informiert hat. Mein persönliches Ziel ist es, mich nicht nur vegan zu ernähren, sondern generell ein nachhaltiges, gesundes Leben zu führen. Zum großen Teil ist das natürlich schon ein großer Bestandteil meines Alltags, aber es lassen sich immer wieder Baustellen finden, die in Angriff genommen werden müssen.

Der Begriff "Superfood" ist aktuell aus dem Everyday-Life kaum weg zu denken. Solche Floskeln kann ich im Normalfall nicht leiden, aber hey: true story. Sei es nun auf BILD Niveau, der Rezepteseite der Super Illu (just google that) oder auf zahlreichen Blogs und noch weitaus mehr Instagram Profilen. Doch mal real talk: was steckt eigentlich hinter dem Wort, das uns von den Chia-Smoothies im Supermarktregal anlächelt?




Im Grunde, ist es ganz einfach zusammen gefasst: bei Superfood handelt es sich um Lebensmittel, die einen wissenschaftlich nachgewiesen höheren Nährstoffgehalt haben als andere und somit die gesunden der Gesunden sind und uns dabei unterstützen, genauso gesund zu werden oder zu bleiben. Neben regionalen Superfoods, wie zum Beispiel der Heidelbeere, finden sich insbesondere viele Exoten auf der Liste: Chiasamen, Moringa, Acai, Kakao oder Maca - und damit hört die Liste nicht auf. 

Das heutige Rezept ist so reich an Superfoods, dass es einfach nur super super ist! Pic or it didn't happen, sage ich immer - daher gibt es auch ein paar Pics, eine genaue Anweisung und fancy Hintergrundwissen!


Neben den Produkten, die ihr auf dem Bild seht, braucht ihr nur noch einen Zerkleinerer. Im Endeffekt ist neben dem Entfernen der Dattelkerne nicht viel zu tun: alles in die Maschine rein, zerkleinern, die Masse in der Springform gut auf den Boden drücken - fertig. 



Direkt in der untersten Schicht sind zwei absolute Superfoods zu finden. Kakao in seiner reinen Form sollte den meisten wohl bekannt sein. Den Gast, den ich euch näher vorstellen möchte, heißt Maca und kommt aus Peru, ist aber aktuell beheimatet in Bocholt bei GrünHochZwei. Bei GrünHochZwei findet ihr eine kleine, aber sehr liebevoll gestaltete Sammlung des Superfood Clans. Alles bio, vegan, natürlich und selbstverständlich super... und was kann Maca?


Zitatquelle: GrünHochZwei


Ganz schön fancy, diese kleine Knolle, wenn ihr mich fragt. Und dazu auch noch super lecker - sie schmeckt süßlich und leicht nussig und eignet sich dadurch perfekt zum Abrunden von Süßspeisen.



Die Cashewkerne sollten am besten zwei Stunden vor der Zubereitung in Wasser eingeweicht werden. Die restlichen Zutaten können wie auch schon bei der ersten Schicht einfach gemeinsam in den Zerkleinerer geworfen werden. Sobald eine cremig-feste Masse entsteht kann diese auf dem zuvor gemachten Boden verteilt werden. Auch hier habe ich spontan noch etwas Maca Pulver hinzu gefügt und ein paar übrig gebliebene Walnusskerne wurden ebenso vernichtet. 


Auch hier: Beeren waschen, grün weg, in den Zerkleinerer. Haferflocken können frei gewählt werden. Ich hatte noch welche mit einem geringen Rosinenanteil zu Hause. Wenn ihr Haferflocken pur habt, dann ist das auch vollkommen cool. Auch die schmeißt ihr zu den Erdbeeren, mixt alles zusammen und verteilt diese Masse auf dem Rest.

Als Dekoration kann natürlich alles frei gewählt werden. Da ich aktuell noch einen offenen Soja-mandeljoghurt da hatte, habe ich einen guten Klecks in die Mitte des Kuchens platziert und sonst einfach nur noch alles absolut vollgehauen mit Beeren. Beeren overload, wie ihr sehen könnt! Fertig dekoriert stellt ihr den Kuchen am besten für mehrere Stunden in den Kühlschrank, damit alles schön konsolidiert. Eine Stunde im Gefrierschrank tut es aber auch.

 

Sieht gut aus, nicht wahr? Falls ihr bereits Erfahrungen mit Maca oder weiteren Superfoods gemacht habt und dazu eventuell schon krasse Rezepte nieder geschrieben habt: lasst es mich wissen! Immer her damit! Und falls nicht und ihr nun durch diesen Post übertrieben Lust bekommen habt, euch durch die Welt der Superfoods durch zu arbeiten, dann könnt ihr euch bei GrünHochZwei mit den wunderbaren Produkten eindecken.



Lasst es euch schmecken und stay healthy and fancy af!

[Vegan Monday] Lucky Vegan Sojafrei Überraschungsbox März 2017

on
10 April 2017

Der Vegan-Monday geht endlich wieder in die nächste Runde - und wir freuen uns alle ein Brett! Und es geht voller Überraschungen weiter, denn - tada - es geht mal wieder um die vegane Überraschungsbox Sojafrei von Lucky Vegan, die mich im März erreicht hat. Auch wenn ich euch bereits davon erzählt habe, eine kleine Zusammenfassung: Ich, Geburtstag, Mama, Geschenk, 6 Monate Veganbox Sojafrei Abo. Preis pro Monat 25 €, Wert pro Monat höher. Ich: glücklich. Ihr: hoffentlich auch.

As always gehen wir Produkt für Produkt durch. Das Beste ist, dass ich - da mittlerweile schon April ist - bereits auch die Möglichkeit hatte, mittlerweile fast alle Produkte auch wirklich auszuprobieren. Es sind schon verrückte High- und Lowlights dabei. Aber nun, Schritt für Schritt, meine Lieben.



Lotao Reispasta - 250 g - 2,99 €


Hätte es sich hier einfach nur um irgendeine eifreie Pasta gehandelt, dann wäre ich nun nicht ganz so euphorisch. Eifreie Pasta gibt es im Einzelhandel zur Genüge und stellt sicherlich keine Besonderheit her. Doch hier handelt es sich um Pasta aus Reis. Verrückt. Ich kenne bereits Nudeln aus Linsen und die haben mich eher nicht so überzeugt. Tatsächlich ist das leider das einzige Produkt aus dieser Box, das ich noch nicht probiert habe.

Geplant ist es aber für diese Woche, gemeinsam mit meinem veganen Pesto - yum! Wenn Interesse besteht, dann halte ich euch natürlich auf dem Laufenden. Für Glutenallergiker definitiv etwas, was man eventuell im Hinterkopf behalten könnte. Für mich in diesem Fall aber nicht ganz so relevant.



Taste Nirvana Coco Matcha - 280 ml - 2,49 €


Ich dachte niemals, dass Matcha und ich Freunde werden könnten. Ja gut, das, was wir mittlerweile sind, kann man immer noch nicht als Freundschaft bezeichnen. Aber wir finden uns nun ganz okay. Diese Taste Nirvana Drinks habe ich schon oft irgendwo im Supermarkt stehen sehen, aber irgendwie hat mich das nie so ganz angesprochen. Weshalb? I don't know. Echt nicht. Denn im Normalfall bin ich immer die erste, die sich besondere Produkte näher anschaut.

Ich hätte nichts verpasst, to be honest. Aber das ist eine ganz persönliche Sache. Matcha und ich... das ist einfach keine Bindung für's Leben. We just don't get along very well. Es muss sich aber auch nicht jeder mit jedem verstehen und mögen und das passt schon so. Diese grüne Farbe ist auch noch so eine Sache, an die ich mich einfach nicht gewöhnen kann. Wenn mein Hund sich übergibt, dann sieht das manchmal ganz ähnlich aus... no hate. Wer Matcha allerdings mag und auch mit Kokos etwas anfangen kann, der wird dieses Gesöff auf jeden Fall lieben. Objektiv betrachtet eine sehr runde Sache!



Haritea Chai Mokka - 16 Beutel - 2,99 €


Hier möchte ich gar nicht so viel über das Produkt an sich los werden, denn ich mag es wirklich nicht in der Luft zerreißen. Mir schmeckt der Tee ganz und gar nicht. Mokka hat für mich in einem Tee nichts zu suchen und damit hätten wir meine subjektive Geschmacksfrage geklärt.

Viel wichtiger hier ist für mich das, was hinter dem Produkt steckt. Ein Teil der Einnahmen wird für einen guten Zweck gespendet. Zum einen fließt das Geld in eine gemeinnützige Organisation, die sich um Meditationstechniken und Heilkunde dreht (eher nicht so das, was ich als besonders wichtig ansehe), und zum anderen an "Children Care Month". Ein Projekt, das sozial benachteiligten Kindern ein warmes Mittagessen ermöglicht. There we go!



Kiwa Kochbananenchips - 85 g - 2,50 €


Yes, ich hatte hier absolut den Flash meines Lebens. Bananenchips sollten für mich Bananenchips sein. Also, so bananig. Getrocknetes Obst, so wie man das eben kennt. Nö. Das war es definitiv nicht. Es ging schon viel mehr in die Richtung Chips, also Kartoffelchips. Es hat kein kleines bisschen nach Banane geschmeckt, aber irgendwie konnte man es doch erahnen.

Leider kenne ich Kochbananen in ihrer Rohform nicht, so dass ich das nicht vergleichen könnte. Kann mir hier jemand sagen, ob Kochbananen nach Bananen schmecken? Damit wäre mir sehr geholfen. Erneut kaufen würde ich sie mir aber glaub ich nicht. Sie haben jetzt nicht exklusiv geil geschmeckt oder sind mir geschmacklich besonders in Erinnerung geblieben. Nice to have, aber sicherlich kein Muss.





Papagrin Bredis Rote Beete - 70 g - 3,29 €


Rein von der Idee war ich von diesem Produkt echt begeistert. Leinsamen, Rote Beete, irgendwie doch Brot, vegan und roh... cool. Ja, nein. Echt nicht. Das Erdige, das ich von der roten Beete eigentlich sehr gerne mag, war hier wirklich sehr penetrant. Bei jedem einzelnen Bissen, der zunächst ganz lecker schien, übertünchte im Nachgeschmack  dieses Erdige alles. Komplett. Was natürlich auch jeden weiteren Bissen zu einer Überwindung machte... ugh. 

Erst jetzt habe ich auch noch gesehen, was man hier preislich mitmacht. 3,29 € für 70 g? Wahnsinnig, wenn ihr mich fragt. Qualität und vor allem gute, hochwertige Qualität hat immer ihren Preis und ich bin bei qualitativer Ernährung absolut nicht knauserig. Doch das übersteigt meine preisliche Akzeptanz dann doch sehr.



Koko Milch - 3x 250 ml - 3,49 €


Yes!!! Hier war ich wirklich ultra happy, das könnt ihr mir glauben. Der beste Bürobegleiter. Endlich war mein Kaffee bei der Arbeit wieder gerettet; ich habe nämlich so das gewisse Talent, meine pflanzliche Milch grundsätzlich daheim zu vergessen und eben nicht zur Arbeit mit zu nehmen. Hier im Dreierpack alles easy, egal ob nun beim Schleppen oder auch rein geschmacklich alles top.

Nichts Außergewöhnliches, aber das muss es ja auch nicht immer sein. Fresh!



Lotao Schokocreme aus Kokos - 200 g - 6,90 €


Kokos - awesome. Schokolade - auch. Die Kombo: das Beste, was es geben kann! Das Prinzip dieses Produkts kannte ich bereits. Auch von Veganz gibt es eine Kokos-Schoko-Creme und die habe ich recht schnell leer gemacht, weil geil. Preislich war auch diese etwas gehobener, aber nicht ganz so hoch, wie auf der Preisliste der Lucky Vegan Box angegeben. Wäre dem nun also tatsächlich so gewesen, hätte ich jedem eher dazu geraten, sich die Streichcreme von Veganz zu holen, da geschmacklich nahezu identisch, preislich aber günstiger und - da im dm erhältlich - auch viel leichter zum Nachkaufen.

Nun hat es mich aber etwas stutzig gemacht, dass beim Googlen nach diesem Produkt kein einziges Mal dieser so hohe Preis angezeigt wurde. Sicher, man redet immer vom UVP, aber selbst im Onlineshop von Lotao selbst ist das Produkt für nur 5,90 € drin. Hm.



Nara Food Mazafati Datteln - 400 g - 6,99 €


Alright, für den folgenden Kommentar kann das Produkt nichts. Denn dieses ist absoluter Wahnsinn! Ich komme gleich nochmals darauf zurück. Aber auch hier machte mich der angegebene Preis auf der Liste der Box etwas stutzig. Ebenso hier auf der Internetpräsenz von Narafood findet man die 400 g Packung der Datteln für einen Preis von 5,99 €. Ich will garantiert nicht meckern, denn ein gutes Produkt bleibt ein gutes Produkt und da ich hier für einen Grundpreis von 25 € die komplette Box erhalte, kann ich hier auch nichts abwägen... ihr wisst, was ich meine. Aber weshalb solche abweichenden Preisangaben? Beschönigt muss hier doch absolut nichts werden!

Zurück zum Anfang: die Datteln sind köstlich! Nächsten Montag gibt es mit ihnen ein herrliches Rezept dazu hier auf dem Blog.



Bombus Raw Energy Riegel - 50 g - 1,99 €


Bisher habe ich kaum bis gar kein Augenmerk auf rohe Ernährung gelegt. Vegan und nachhaltig ist mir wichtig, aber immer komplett auf Zuckerzusätze in Nahrungsmitteln zu verzichten? Das kann ich mir bisher nicht vorstellen. Auch nach diesem Riegel nicht - war ganz lecker und sicherlich nicht zu verachten, aber es catched mich einfach nicht. Rohköstlich und sättigend? Yes. Aber das war es dann irgendwie auch.

It's just not me.



Coppeneur Trinkschokolade - 35 g - 2,75 €


Im Gegensatz dazu ist das halt einfach sowas von me! Schokolade am Stiel. Ganz einfach so zum Einrühren in heiße Milch. Ganz klarer Tipp meinerseits: greift direkt zu Vanille-Sojamilch. Diese Fusion aus Vanille und Schokolade ist einfach nur herrlich lecker.

Das Produktprinzip ist mir auch hier nicht neu. Ich habe diese Schokolade am Stiel schon von anderen Marken genießen können, aber diese ist wahrlich die beste. Auch wenn natürlich jeder ganz eigene Vorlieben hat was den prozentuellen Anteil an Kakao angeht.



___________________


Das Fazit meiner zweiten sojafreien Veganbox von Lucky Vegan ist mal wieder gut. Die erste Box hat mich mehr umgehauen, da ich hier einfach nicht DAS Produkt schlechthin dabei hatte. Aber im Großen und Ganzen war wieder alles sehr liebevoll und breit gefächert ausgewählt und das finde ich persönlich am Wichtigsten. Was mich im Nachhinein aber am meisten irritiert, ist die Preisangabe. Laut Rechnung sind es 36,38 €, ich halte den Preis für etwas beschönigt - was ganz und gar nicht nötig wäre! Denn auch so wäre ich schon super zufrieden.



Was meint ihr?
Eher etwas sehr Nices oder gar nicht mal so gut?


[Mission Esperanto] Voyeurismus, Konsum und Reizüberflutung: 7 Tage ohne Fernsehen, Netflix & Co.

on
29 März 2017




Nachdem die Kolumnenzeit vor einiger Zeit vorbei war wusste ich direkt, dass es in irgendeiner Form dennoch weiter gehen wird. Nach langer Planung ist es heute so weit: Mission Esperanto geht an den Start. Wieso der Name und weshalb und wann und warum überhaupt - das gerne in einem separaten Post. Denn jetzt soll es direkt los gehen - wir hinterfragen. Wir probieren uns aus. Ach, wir? Ja, auch bei diesem Projekt bin ich nicht alleine unterwegs - Tamara ist mein neuer Partner in crime. Ich freue mich wie verrückt und auch über sie werde ich euch das ein oder andere Schmankerl erzählen. Doch starten wir in das Projekt: sieben Tage ohne Fernsehen. Ohne Netfllix. Ohne Streaming. Glotze aus. 

Als ich mich auf dieses Selbstexperiment eingelassen habe wusste ich, dass es keine Herausforderung für mich werden würde. Fernsehen und ich, das ist wie Zitrone auf Panade oder Bananen und Schokolade: einfach ziemlich eklig und nicht kompatibel. Wann ich das letzte Mal tatsächlich den Fernseher angeschmissen habe, weiß ich nicht mal mehr. Früher waren wir ein Dreamteam und nichts konnte mich davon abhalten, jede abgefuckte Castingshow anzuschauen. Kein Wunder, dass ich so ein soziales Opfer war. Und soll ich euch was sagen? Erst letzte Woche habe ich das erste Mal überhaupt gesehen, wie der diesjährige Bachelor aussieht. Es war Finale, wie mir schien. Woooow, schon nach zwei Minuten wusste ich ganz genau, wieso ich seit einem knappen Jahr die Fernbedienung nicht mehr angefasst habe. Es widert mich an. Grenzenloser Voyeurismus. Ein erfolgreiches Verdrängen der eigenen Schwächen, während man sich zufrieden kopfnickend für das Nonplusultra der heutigen Zivilisation hält - und dabei genau das Gegenteil ist. Okay, ich schweife zurück, wir betreiben hier keine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern schillern lieber in abermillionen Grautönen. Fernsehen per se ist nicht das, was ich verurteile. Sondern viel eher das, was viele Menschen daraus machen. Sowohl als Macher und auch als Konsument - was letztendlich ein ewig währender Teufelskreis ist. Angebot bestimmt die Nachfrage, die Nachfrage das Angebot. So lange es also genügend Menschen gibt, die sich visuelle Scheiße in das Gehirn stopfen möchte, so lange wird es auch Produzenten geben, die dieses lechzende Verlangen befriedigen. Money, bitches. Produzenten wollen Geld, der Konsument will Macht - und bemerkt dabei ganz und gar nicht, dass er selbst die Marionette der Gesellschaft ist und bleibt und dadurch gleichzeitig Strippenzieher ist. Teufelskreis eben.

Ach, ging es hier nicht einst um ein Selbstexperiment? Ja. Sieben Tage ohne Fernsehen sind so oder so kein Ding; nur vor der Netflix-Sache hatte ich Angst. So ein Abend ohne Netflix, puh, that's just not me. Dachte ich. Und was soll ich sagen: ne. Es fehlte mir nicht; ich füllte meine Abende ganz instinktiv mit anderen Dingen. Freunde, Lesen, Kochen, Backen, Kisten packen und mucho mucho Musiko. So, als wäre es nothin'. Als ich das realisierte, war das so: digga, geil, ich find mich gut. Das ist genau der Flow, den ich von mir selbst erwarte und mir auch von anderen Menschen erhoffe. Es ist vollkommen okay, sich hin und wieder seinen Trieben hin zu geben. Es ist aber nicht okay, sich blenden zu lassen. Sich selbst dabei zu belügen. Das Hirn auszumachen (oder noch schlimmer: das mit seinen Kindern zu machen, you know). Dabei andere herabzustufen. Dauerhaft. Und dann auch noch von all dem abhängig zu sein. Eigentlich mehr oder weniger ein Cocktail aus Aids und Cholera, garniert mit der Pest. Ja, es gibt auch gutes Fernsehen. Es gibt die Serien, die mich zum Lachen bringen und mich weinend in der Ecke kauernd verkommen lassen. Es sind Dokumentationen und die wenigen, einzelnen Shows, es sind Filme und Sender wie joiz (rest in peace, my dear). Ich mein - des isch es. Das ist Kunst; eine Kunst für sich. Eine Kunst für mich. 

Ich mache sicherlich nicht alles mit Sinn und Verstand und auch ich begebe mich manchmal in das Gebiet 'der anderen' und find's mega nice. Ich schäme mich dann ein ganz kleines bisschen, aber das ist schon okay so. I'm not perfect - not at all. Niemand von uns ist es. Es ist nur wichtig, sich nicht hinter einem Wall an Pixeln, der noch verzweifelter als man selbst ist, zu verstecken.



Tamaras Woche ohne TV-Konsum:

[Vegan Monday] Lucky Vegan Sojafrei Überraschungsbox Februar 2017

on
27 Februar 2017


Es wird wieder Zeit für den Vegan Monday bei Fräulein Bird und ach, was für eine herrliche Sache ich euch heute präsentieren kann. Ich flippe innerlich fast schon wieder aus; wirklich. Es geht um Essen und um Überraschungen. Ich weiß, das klingt jetzt schon so traumhaft, dass ich fast nicht mehr weiter reden müsste.

Zu meinem 25. Geburtstag habe ich von meiner Mama ein sechsmonatiges Abo für die sojafreie Foodbox von Lucky Vegan erhalten. Die Box kostet jeden Monat 25 € und der Warenwert wird immer überschritten; eigentlich das identische Prinzip wie bei fast jeder anderen Überraschungsbox. Ich selbst habe mich für die sojafreie Variante entschieden, da ich aufgrund meiner Schilddrüsenerkrankung eigentlich auf eine sojareiche Ernährung verzichten sollte. Tu ich zwar trotzdem nicht, aber wenn man schon interessante Produkte ohne Soja gezeigt bekommen, wieso also nicht zugreifen? Kurze Rede, langer Sinn (oder war das anders herum? ich bin verwirrt): schauen wir uns mal die Produkte im Einzelnen an und die pretty Box als solche natürlich auch.


Im Karton von Lucky Vegan war kein weiterer Umkarton enthalten, wie man es von den meisten anderen Boxen so kennt. Finde ich grundsätzlich gut; ich verwerte diese Kartons zwar immer gerne für etwas anderes weiter, aber ohne ist das vollkommen in Ordnung. Lediglich ein zartes babyblaues Papier bedeckte den Inhalt - und zwei Magazine, die als Goodie bei gelegt wurden. Fand ich übrigens sehr fresh. Informativ und natürlich auch mit vielen kreativen Rezepten. Kommt definitiv zum Einsatz. Der tatsächliche, essbare Inhalt war aber definitiv noch viel interessanter.



Govinda Sesam Früchte Taler - 100 g - 4,95 €


Für 100 g Produkt definitiv ein sehr stolzer Preis, wenn ihr mich fragt. Umso mehr hoffte ich, dass mich das Produkt als solches auch überzeugen würde. Ein süßer Snack aus Sesam, Feigen und Rosinen. Rohkost und aktiviert. Mhm. Um ehrlich zu sein - was hier wie und warum  aktiviert wurde, das habe ich selbst nach einer (nicht ganz so intensiven) Recherche heraus finden können. Scheint allerdings etwas ganz Positives zu sein - wahrscheinlich positiver als der Geschmack. Es ist gewöhnungsbedürftig und auch das Attribut 'süß' ist nicht das, was ich mit diesem Snack assoziiere. Es ist fast schon eher etwas herb und dank der Früchte leicht süßlich an manchen Stellen. Umso mehr man davon nascht, umso eher akzeptiert man den Geschmack, aber überzeugt hat mich es dennoch nicht.

Sicherlich handelt es sich hier um einen sehr gesunden Snack, der Rohkost mit vegan und bio in sich vereint. Die hochwertigen Zutaten erklären auch den recht hohen Preis. Doch wenn mir etwas nicht schmeckt, dann werde ich es wohl auch zukünftig nicht kaufen.



Eat Real Quinoa Chips 'Chilli & Lime' - 80 g - 2,99 €


Ladies and gentlemen, ich kann Ihnen hiermit die weltbesten Chips aller Zeiten präsentieren. Wirklich. Ich habe noch nie so gut gewürzte Chips gegessen. Sie vereinen eine ganz leichte Säure der Limette mit einer nicht zu starken Schärfe der Chilli. Beide Geschmacksnuancen schmecken zudem absolut echt und natürlich. Der Eigengeschmack des Quinoas umhüllt die Würzung nur dezent, bildet allerdings mit Chilli und Limette ein unfassbar leckeres Triumvirat an geschmacklichem Himmel. Ja, das klingt nicht nur nach einer Lobeshymne - das ist eine. 

Laut Internet gibt es diese Chips auch im Einzelhandel bei Edeka und Rewe zu finden, was ich jetzt im Falle von Rewe bisher nicht bestätigen kann. Da mich aber mein Bestellweg des öfteren an diversen veganen Onlineshops vorbei führt werde ich mir einen guten Vorrat an diesen Chips gönnen und natürlich auch die anderen Geschmacksrichtungen probieren. 11 out of 10 would.



Eisblümerl 'Süße Grapefruit' - 280 g - 3,79 €


Ich mag: Grapefruits. Ich mag nicht: das da. Und ich verstehe es noch nicht einmal. Denn dieses hochwertige Produkt besteht letztendlich nur aus Grapefruits und Agavendicksaft und das war's. Mag ich beides unfassbar arg, aber in dieser Intensität, wie es Eisblümerl hier in ein Glas gepackt hat, bin ich kein großer Fan davon. Dennoch kann ich objektiv wirklich sagen, dass man die Qualität und Reinheit des Produkts heraus schmeckt. Eventuell finde ich ja noch eine gute Verwendung - immerhin soll es sich hierbei nicht nur um einen Aufstrich, sondern auch allgemeine Koch- und Backzutat handeln. Let's see and let's get creative!



Nono Beetroot Truffel - 36 g - 3,49 €


Sheesh. Trüffel, ja okay, sind mir bekannt. Aber aus roter Bete und Himbeere? Wie bitte? Konnte ich mir ganz und gar nicht als lecker vorstellen, tbh. Auch wenn die Verpackung so einiges her machte. Ein kleines Schächtelchen mit Schleifchen und innen drei rot verpackte Trüffel-Herzchen. Süß und hübsch und definitiv eines Geschenkes würdig.

Und der Geschmack? Man sollte auf jeden Fall auf rote Bete stehen. Denn den erdigen Geschmack schmeckt man absolut durch. Im ersten Moment war ich mir sicher, das würde mich stören - aber nein, denn der Geschmack schlägt ganz schnell ins süß-fruchtige um und schmilzt regelrecht auf der Zunge. Ich persönlich hätte wirklich gerne mehr davon, aber für den Preis ist das dann doch wirklich eher etwas Hübsches, das man auch weiter verschenkt. Und wer bereits auf Instagram beim Öffnen der Box zugeschaut hat: Made lovingly in small bitches. Ihr wisst bescheid.



Conscious Mint Hint - 50 g - 3,79 €


Gesund, nachhaltig, vegan, sojafrei, glutenfrei, ethisch korrekt, raw. Wow, kann eine Schokolade schöner beschrieben werden? Ich glaube kaum. Die "mint hint" Schokolade von conscious ist einfach nur unfassbar lecker. Sehr weich und schmelzend tatsächlich - trotz nicht allzu hoher Temperaturen schmolz sie in meinen Fingern gut weg! - und vor allem auch wieder "echt". Erst beim Probieren von solcher Schokolade merkt man, dass das, was man sonst als Schokolade kennt, einfach nichts mit echter Schokolade zu tun hat.

Ein kleines Problem hatte ich hier dann doch: Minze. Denn es gibt einfach keine schlimmere Vergewaltigung von Schokolade, als diese mit Minze anzureichern. Klar, das ist etwas ganz Persönliches (auch wenn mir Menschen, die das mögen, höchst suspekt sind) und dennoch darf man nicht vergessen, dass ich trotz meiner Abneigung gegenüber dieser Geschmackskombination die Qualität des Produkts mehr als erkannt habe. Also, props gehen raus!



Davert Linsenburger - 160 g - 1,99 €


Davert ist mir als Marke schon sehr gut bekannt und wenn ich auf etwas stehe, dann sind es diese ganzen Linsen-, Kichererbsen- oder Hafergemüsebratlinge. Da fühle ich mich dann vollkommen daheim. Bei dieser Mischung sollten nach dem Hinzufüge von einer Schalotte und der gefragten Menge Wasser neun Bratlinge heraus kommen. Nun, nein. Es waren nur sieben und nein, noch kleiner hätte ich sie nun wirklich  nicht machen können. Aber um ehrlich zu sein finde ich das überhaupt nicht schlimm - ich esse die Bratlinge aktuell am zweiten Tag nach der Zubereitung und sie schmecken hervorragend und sättigen wirklich sehr.

Lediglich bei der Abstimmung der Bratzeit muss man etwas vorsichtig sein. Schnell können sie von außen verbrannt, aber innen noch zu matschig sein!



Creative Nature Chia Cake Mix - kA - 5,99 €


Eine Backmischung für  Muffins; sehr nahrhaft und bio und vegan und naja, was man sich eben so wünscht. Ja ups, dachte ich mir aber, als ich mir die Verpackung kurz näher anschaute. "Add egg" und "add butter"? Wie war das? Ganz so vegan ist das ja dann irgendwie auch nicht. Auf dem Rücken der Verpackung war allerdings ein Aufkleber für eine alternative, vegane Backweise.

Erst letzte Woche am Donnerstag ausprobiert (kennste meine Instestories, kennste auch, wie unfassbar lecker diese Cupcakes aussahen) und es kamen genau 12 Stück dabei raus. Waren lecker, keine Frage, aber ich bin froh, dass ich von mir aus noch einen Schuss Agavendicksaft hinzugefügt habe, sonst hätte mir wirklich etwas Süße gefehlt.



Simply Raw Brawnie - 45 g - 1,99 €


Ein BRAWnie. Also ein Brownie in Form von Rohkost. Klang faszinierend und war es auch, doch um ehrlich zu sein hatte es für mich dann doch etwas wenig mit einem Brownie zu tun. Es mag gesund sein und es mag auch ethisch alle Richtlinie erfüllen und das ist wirklich erstrebenswert. Aber ich kenne Brownies und ich kenne auch vegane Brownies und die müssen nun mal richtig süß und schokoladig sein und nicht wie dieser Riegel.

Als Powerriegel - yes, akzeptiert. Aber hier wird einfach etwas suggeriert, was nicht erfüllt wird. Meiner Meinung nach entsteht erst durch diese Diskrepanz die Enttäuschung, denn unlecker war der Riegel eben auch nicht.




Almightyfood Golden Blonde Cashew Cacao Bar - 30 g - 2,99 €


Neben den Quinoa Chips mein zweites Highlight in dieser Box, welches leider mit einer traurigen Geschichte endete. Ich hatte den Riegel bei der Arbeit dabei und da ich ein guter Mensch bin und nach dem ersten Abbrechen eines Stücks vom Riegel feststellte, dass dies so ungefähr das beste war, was ich jemals gegessen habe (schwör!), wollte ich auch meiner Chefin ein Stück anbieten. Irgendwie missverstand sie da etwas und nahm sich den kompletten Rest... innerlich weinte ich bittere Tränen, aber was soll man machen.

Hier handelt es sich um einen teuren, aber himmlisch schmelzenden Traum aus Cashews, Karamell, Butterscotch, Kakaobutter und Vanille. Dieses Träumchen ist nicht nur vegan, sondern auch noch vollkommen bio und fairtrade und hey, er war tatsächlich nicht in Folie, sondern in diesem braunen Papier eingepackt. Alles zusammen ließ mein Herz wirklich unfassbar schnell schlagen. Jetzt liegt es nur noch an mir herauszufinden, wo man diese Riegel einzeln kaufen kann. Tut es auch. Lohnt!



______________________


Eigentlich fehlt noch ein Produkt - die Quinoa-Reis-Milch von Provamel - doch die hat sich wohl während der Postvorbereitung bereits im Kühlschrank versteckt, womit ich sie leider vergessen habe. Sie fällt mit 2,79 € noch mit in das Budget.


Zusammen betrachtet haben die Produkte einen Warenwert von 34,76 € und sind auch schön vielschichtig. Was zum Naschen, was für das Mittagessen, was zum Trinken - alles vorhanden. Ich bin von der ersten Box absolut begeistert und freue mich schon riesig auf die März-Ausgabe. Bestellen oder euch andere Varianten der Box anschauen könnt ihr hier.



Was sagt ihr zu der Box: yay or nay?



[My definitely last Tinderella story] Und dann kam er, mein Traumprinz.

on
17 Februar 2017

Mein Leben als Tinderella - das gibt es nicht mehr. Schon eine ganze Weile nicht. Im November kam noch im Rahmen der Kolumne ein Post mit dem Titel "Maybe my last Tinderella story" online; lustigerweise kam es dann auch so, auch wenn es nicht die letzte Tinderella Story war. Zu kompliziert? Okay, nochmal von vorne.

Ich habe mich verliebt. In genau diesen einen Mann, von dem ich euch im Groben erzählte. Er schien all das zu erfüllen, was ich mir wünschte und er gab mir auch das Gefühl, diese Person soweit auch für ihn zu sein. Dass er noch Zeit brauchte, das wusste ich, und das war auch vollkommen okay für mich. Das Warten wäre es mir wert gewesen. Was das alles letztendlich zum Zerbrechen brachte, das kann ich euch auch nicht genau sagen. Ich kann viel spekulieren und ich glaube auch, dass ich mit meinen Spekulationen nicht ganz falsch liege. Doch das Ergebnis bleibt das gleiche: aus uns wurde nichts. Doch noch während er vorrangig in meinem Kopf herum wuselte, kam B ins Spiel. B, den Buchstaben hatten wir glaube ich noch nicht. Ich hatte ihn nicht auf dem Schirm, zumindest nicht als potentiellen Partner. Immerhin war da noch dieser Mann, von dem ich glaubte, er sei mein heiliger Gral und das Nonplusultra aller Männer. Wir trafen uns. Ich mochte ihn. Wir trafen uns nochmals. Ich mochte ihn noch mehr. Und ich sah da schon in seinen Augen, wie ich ihn wohl bereits in meinen Bann gezogen habe. Ihr kennt das sicherlich - wenn man jemanden anschaut, den Kopf leicht schief gelegt, mit einem so leicht schläfrigen, dumm grinsenden Gesicht. Genau das war ich für ihn schon. Wir feierten Weihnachten gemeinsam. Wir lachten. Wir hörten Musik. Wir erlebten die schönsten Aussichten Stuttgarts, die es nur geben kann. 

Dieser Mann ist nun seit fast zwei Monaten mein Freund. Ja, das ging alles irgendwie sehr schnell und irgendwie wohne ich schon so halb bei ihm und irgendwie weiß ich auch nicht so wirklich, wie das alles so passieren konnte - aber es ist passiert. Mit ihm lebe ich mein echtes Ich vollkommen aus. Mit ihm komme ich um halb 6 Uhr morgens aus dem Club und rede noch bis halb 10 am morgen über Gott und die Welt. Mit ihm trinke ich Sojalatte und esse nachts Eis mit Oreo-Streuseln. Mit ihm tausche ich Klamotten und mache ultra süße Spiegelbilder, während wir uns zehn Minuten späte Rapbattles und cute Tiervideos reinziehen. Weil wir sind voll süß, okay? Okay. Er ist der, der mir zum Geburtstag ein Package schenkte, das zu hundert Prozent ich war. Lush-Badebombe, Oreos, Starbucks Gutschein, süße Liebesbotschaften, Lilien, Konzerttickets. Ein Mann, der sofort mit allen Sinnen wusste wer und wie ich bin und wie viel ich wert bin. You just don't know how beautiful you are - baby you're my favourite part. Unser Weg hat gerade erst begonnen und man kann am Anfang nie sagen, wohin dieser Weg noch führt. Aber ich habe noch nie so viele wunderschöne Sonnenauf- und untergänge gesehen. Verlieb' dich nie in einen Rapper, sagten sie. Upsi. Passiert.