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[My definitely last Tinderella story] Und dann kam er, mein Traumprinz.

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17 Februar 2017

Mein Leben als Tinderella - das gibt es nicht mehr. Schon eine ganze Weile nicht. Im November kam noch im Rahmen der Kolumne ein Post mit dem Titel "Maybe my last Tinderella story" online; lustigerweise kam es dann auch so, auch wenn es nicht die letzte Tinderella Story war. Zu kompliziert? Okay, nochmal von vorne.

Ich habe mich verliebt. In genau diesen einen Mann, von dem ich euch im Groben erzählte. Er schien all das zu erfüllen, was ich mir wünschte und er gab mir auch das Gefühl, diese Person soweit auch für ihn zu sein. Dass er noch Zeit brauchte, das wusste ich, und das war auch vollkommen okay für mich. Das Warten wäre es mir wert gewesen. Was das alles letztendlich zum Zerbrechen brachte, das kann ich euch auch nicht genau sagen. Ich kann viel spekulieren und ich glaube auch, dass ich mit meinen Spekulationen nicht ganz falsch liege. Doch das Ergebnis bleibt das gleiche: aus uns wurde nichts. Doch noch während er vorrangig in meinem Kopf herum wuselte, kam B ins Spiel. B, den Buchstaben hatten wir glaube ich noch nicht. Ich hatte ihn nicht auf dem Schirm, zumindest nicht als potentiellen Partner. Immerhin war da noch dieser Mann, von dem ich glaubte, er sei mein heiliger Gral und das Nonplusultra aller Männer. Wir trafen uns. Ich mochte ihn. Wir trafen uns nochmals. Ich mochte ihn noch mehr. Und ich sah da schon in seinen Augen, wie ich ihn wohl bereits in meinen Bann gezogen habe. Ihr kennt das sicherlich - wenn man jemanden anschaut, den Kopf leicht schief gelegt, mit einem so leicht schläfrigen, dumm grinsenden Gesicht. Genau das war ich für ihn schon. Wir feierten Weihnachten gemeinsam. Wir lachten. Wir hörten Musik. Wir erlebten die schönsten Aussichten Stuttgarts, die es nur geben kann. 

Dieser Mann ist nun seit fast zwei Monaten mein Freund. Ja, das ging alles irgendwie sehr schnell und irgendwie wohne ich schon so halb bei ihm und irgendwie weiß ich auch nicht so wirklich, wie das alles so passieren konnte - aber es ist passiert. Mit ihm lebe ich mein echtes Ich vollkommen aus. Mit ihm komme ich um halb 6 Uhr morgens aus dem Club und rede noch bis halb 10 am morgen über Gott und die Welt. Mit ihm trinke ich Sojalatte und esse nachts Eis mit Oreo-Streuseln. Mit ihm tausche ich Klamotten und mache ultra süße Spiegelbilder, während wir uns zehn Minuten späte Rapbattles und cute Tiervideos reinziehen. Weil wir sind voll süß, okay? Okay. Er ist der, der mir zum Geburtstag ein Package schenkte, das zu hundert Prozent ich war. Lush-Badebombe, Oreos, Starbucks Gutschein, süße Liebesbotschaften, Lilien, Konzerttickets. Ein Mann, der sofort mit allen Sinnen wusste wer und wie ich bin und wie viel ich wert bin. You just don't know how beautiful you are - baby you're my favourite part. Unser Weg hat gerade erst begonnen und man kann am Anfang nie sagen, wohin dieser Weg noch führt. Aber ich habe noch nie so viele wunderschöne Sonnenauf- und untergänge gesehen. Verlieb' dich nie in einen Rapper, sagten sie. Upsi. Passiert.

[Vegan Monday] Karottenkuchen mit Walnüssen und Schkoko-Kokos-Creme Topping von Veganz

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16 Februar 2017


Dass Karottenkuchen nicht einfach nur nach Karotten schmeckt, sondern wahnsinnig saftig und yummy ist, das sollte sich mittlerweile herum gesprochen haben wie... hier sollte ein absolut fancy Vergleich hin, doch mein heute nicht allzu kreatives Gehirn lässt das einfach nicht zu. Verzeiht. Back to topic: Karottenkuchen. Mit ganz viel "nwly-please-don't-go"-Feeling und ganz ohne tierische Produkte. Kann es etwas Besseres geben? Nope. Definitiv nicht. Um dem ganzen noch das Tüpfelchen auf dem i aufzutragen: ihr kommt ohne Rührgerät klar, teuer ist das Baby ebenso nicht und braucht auch nur eine halbe Folge FRIENDS an Vorbereitungszeit.

Und ja, ich weiß, heute ist definitiv nicht Montag, aber wie es das Schicksal am Montag so wollte ist mir während ich diesen Post online stellen wollte das Internet abgeschmiert - bis heute. Weshalb der 'Vegan Monday' heute eben einmalig ein 'Vegen Thursday' ist.


So viel zum Teig - was ihr tun müsst? Karotten raspeln, Walnüsse ganz grob zerkleinern, Limettensaft rein drücken und den Rest abwiegen. Zusammenwerfen. Mit einem Esslöffel verrühren. Fertig. Klingt gut, ich weiß. 

Wie fein oder grob ihr eure Karotten im Teig haben möchtet ist eher eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich bevorzuge die mittelfeine Variante, wer aber einfach nur die Karottenmasse im Teig haben möchte, der kann auch auf der ganz feinen Raspelseite hantieren. Bei den Walnüssen kann man gerne ebenso variieren, grober gehackt kommen sie allerdings besonders gut zur Geltung. 


Kuchenform mit Öl oder einer veganen Margarine bepinseln, Teigmasse einfüllen und bei 180°C zwischen 40 und 50 Minuten bei Umluft backen. Die Zeit hängt wie immer ein wenig von eurem Ofen ab; ein Stäbchentest nach 40 Minuten zeigt euch ganz gut, ob euer Kuchen schon ready ist oder eben nicht.

Nachdem ihr dieses unglaublich duftende Ding gut abgekühlt lassen habt könnt ihr euch an das super einfache Topping machen. Ich habe meine persönliche Liebe zur "Schoko-Kokos-Creme" von Veganz entdeckt. Sie eignet sich nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch Special auf allen Süßen Gerichten. Ein Glas mit 200 g kostet knapp 6 €, was natürlich im Vergleich zu herkömmlichen Schokoladencremes gut teurer ist. Doch hier ist alles tierleidfrei, bio und somit mit den besten Zutaten überhaupt hergestellt. Sie schmeckt köstlich und das Schöne ist, dass so ein Gläschen wirklich wahnsinnig ergiebig ist. Für dieses Topping hier habe ich zum Beispiel nur einen Teelöffel gebraucht und der Geschmack war dennoch sehr intensiv - lohnt also!


Hierfür nehmt ihr einen Teelöffel dieser Creme und schmelzt sie für eine halbe Minute bei 600 Watt in der Mikrowelle in einem dafür geeigneten Gefäß. Nun könnt ihr euer wildes, expressionistisches Gemälde auf dem Kuchen starten. Hier einen Klacks, da einen Strich - et voila. Ein paar gehackte Walnüsse darüber streuen und das Kunstwerk ist vollendet.


Ich habe meinen absoluten Kuchenfavoriten für mich entdeckt! Die Idee eignet sich übrigens auch super für Muffins; diese sollten dann aber etwas kürzer im Ofen verweilen und bereits nach 30 Minuten einen Stäbchentest absolvieren.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachbacken. Es ist so awesome, glaubt mir. Kommenden Montag erwartet euch ein spannender Einblick in meine sojafreie Veganbox von lucky-vegan.de. Da kam gestern mit der Post ein wahres Träumchen bei mir an. Stay tuned!



Wie gefällt euch meine "Vegan Monday" Reihe? 
Zu bunt gemischt von der Thematik? 
Mögt ihr lieber die informativen oder die kreativen Posts? 
Food oder Kosmetik? 
Ethische Gedanken? 
Scheibt mir!

[Vegan Monday] Review: Jean & Len Lippenbalsam Strawberry Smoothie*

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30 Januar 2017

Nachdem dieser Blog und demnach auch der Vegan Monday nun eine Weile aufgrund meiner Arbeit an meiner Bachelor Thesis pausieren musste, melde ich mich endlich wieder bei euch zurück. Es geht heute konkret mit einer Produktvorstellung weiter - dem Lippenbalsam von Jean & Len in der Duftrichtung "Strawberry Smoothie".

Die Philosophie von Jean & Len trägt das Motto "Was deine Haut berührt, wird ein Teil von dir." Ein Ansatz, der sich segmentübergreifend durchzieht - die Marke bietet sowohl Kosmetik, als auch Reinigungsprodukte ganz "ohne Gedöns" an. Ohne Gedöns bedeutet ein Sortiment ohne bedenkliche Zusatzstoffe. Wie zum Beispiel Silikone, Parabene oder synthetische Konservierungsstoffe. Und im Rahmen dieser Blogreihe: komplett ohne tierische Zusatzstoffe oder Tierversuche! Und das ist bei Lippenpflege tatsächlich gar nicht so einfach, denn die meisten Produkte im kosmetischen Einzelhandel enthalten Bienenwachs und sind somit nicht vegan.


Hardfacts: Preis: 4,99 € - Inhalt: 12 g - Verfügbarkeit: Rossmann, dm, Müller, Kaufland, Veganz und im eigenen Onlineshop


Der Lippenbalsam "Strawberry Smoothie" glänzt mit reichhaltigen, natürlichen Inhaltsstoffen.



Ricinus communis seed oil, cadelilla cera, caprylic/capric triglyceride, rhus verniciflua peel cera, cocoglycerides, prunus amygdalus dulcis oil, helianthus annus seed cera, parfum*, limonene*, tocopherol, bisabolol, ascorbyl palmitate, linalool*, citral*. *natürliche Duftstoffe



Lediglich zwei Inhaltsstoffe müssten kritisch betrachtet werden - "capric triglyceride" und "ascorbyl palmitate". Zwei Inhaltsstoffe, die aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt werden. Weshalb das ein kritischer Aspekt ist, werde ich euch gerne in einem separaten Post in der Sparte "Ethik & Nachhaltigkeit" erklären.

Optisch betrachtet erinnert der Lippenbalsam natürlich ganz stark an die Lippenbalsame von eos. Das ist ein Aspekt, den man gut finden kann oder auch nicht. Ich selbst bin kein großer Befürworter der Kugelform und fand diese auch im eos-Original nicht ansprechend. Ja, es sieht recht fancy aus und sich Inspiration zu holen ist nie verkehrt. Doch ich denke, dass Jean & Len sicher genügend kreative Köpfe in ihrem Team haben, die sich eine ganz eigene, besondere Form für ihr Lippenprodukt überlegen könnten. So bleibt das Produkt einfach optisch nicht hängen; der Signaturelook ist nicht gegeben. Die Umverpackung ist definitiv schön anzusehen. Die großen Erdbeeren machen Lust auf mehr und lassen ein leckeres Produkt erahnen. Zudem fiel mir auf, dass im Gegensatz zu anderen Lippenprodukten auf eine Umverpackung aus Plastik verzichtet wurde. Ein schöner, nachhaltiger Schritt in die richtige Richtung.



Auf dem Deckel des Balsams ist das Motto der Marke nochmals aufgedruckt - "Was deine Haut berührt wird ein Teil von dir!" Ein Strawberry Smoothie wurde ich aber leider nicht. Der Duft des Balsams ist definitiv fruchtig und auch die beerige Richtung lässt sich schnell erahnen - aber einen tatsächlichen Duft der Erdbeere konnte ich so nicht feststellen. Trotz der natürlichen Inhaltsstoffe wirkt der Duft sehr künstlich und erinnert fast schon an einen beerigen Kaugummi oder einen Energydrink mit Beerengeschmack. Da ich sowas ganz gerne trinke ist mir dieser Duft nicht unangenehm, aber eben ganz und gar nicht natürlich.

Der Auftrag ist butterweich und sehr angenehm, legt sich allerdings wie eine dicke Fettschicht auf die Lippen. Dabei werden die Lippen tatsächlich gut gepflegt und sehr zart, für mich persönlich ist das Gefühl allerdings viel zu schmierig. Weitaus unangenehmer empfinde ich allerdings den Geschmack des Produktes. Es schmeckt zum Teil tatsächlich so, wie es riecht - äußerst künstlich. Zusätzlich ist ein bitterer, seifiger Beigeschmack fest zu stellen, den ich so nicht bei einem Lippenprodukt brauchen kann. Nachdem die Umverpackung einen fruchtigen Geschmack versprach und auch der Name mit "Strawberry Smoothie" wirklich verlockend wirkte, so ist das tatsächliche Ergebnis leider enttäuschend.


Der "Strawberry Smoothie" Lippenbalsam konnte mich somit nicht überzeugen. Mit 4,99 € bei 12 g Inhalt ist das Produkt grundsätzlich in einem angenehmen Preisrahmen.

Anzumerken wäre eventuell noch, dass die Philosophie - bzw. die vermeintliche Philosophie - von Jean & Len oft kritisiert wird. Durch das ansehnliche und gut durchdachte Marketing entsteht das Bild einer Naturkosmetikmarke, die zusätzlich auch noch vegan ist. Ganz korrekt ist diese Annahme nicht, da nicht ausschließlich Rohstoffe aus ökologischem Anbau zur Herstellung der Produkte genutzt werden. Auch die allergenen Duftstoffe, sowie der Alkohol, der in diversen anderen Produkten der Marke benutzt wird, werden kritisch betrachtet. Bei allergenen Duftstoffen verstehe ich die Kritik nicht - wie immer nutze ich gerne den Satz: "Nur, weil es Menschen gibt, die allergisch auf Nüsse reagieren, macht es die Nüsse immer noch nicht zu einem schlechten Nahrungsmittel." Zu den weiteren Inhaltsstoffen nenne ich euch gerne etwas in einem Post, der sich um das gesamte Sortiment von Jean & Len dreht, da das nicht direkt mit diesem Produkt in Verbindung steht.


Design sagt jap, Produkt sagt nope.
Was sagt ihr?



*WERBUNG


[Vegan Monday] Tierversuchsfreie Kosmetik und wieso es auf den ersten Blick gar nicht so einfach ist, diese zu finden.

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02 Januar 2017
Ein veganes Leben hört nicht bei der Frage der Ernährung auf. Der Verzicht auf tierische Produkte umfasst weitaus mehr als das und zieht sich selbstverständlich auch in die Bereiche der Bekleidung, der Kosmetik oder auch ganz normalen Haushaltsgegenständen, wie zum Beispiel dem Ledersofa oder den Kerzen aus Bienenwachs. Doch bevor man sich zum Beispiel bei Kosmetik Gedanken zwecks Veganismus stellt, so ist für mich die erste Frage, ob das, was ich bisher benutzt habe, überhaupt tierversuchsfrei ist. Möge man den Aussagen der Firmen, sowie der deutschen Rechtslage glauben, so müsste jedes hier vertriebene Kosmetikprodukt frei von Tierversuchen sein. Doch wie immer ist es nicht ganz so einfach und vor allem ist nicht alles Gold was glänzt.



Laut dem deutschen Gesetz ist es Pflicht, bei der Entwicklung und Herstellung von Kosmetik auf Tierversuche zu verzichten. Grundsätzlich wird das Gesetz natürlich befolgt und jede herkömmliche Firma hält sich daran und wäscht seine Weste hiermit rein. Jedoch gibt es bei diesem Thema zwei Aspekte, die man sich zu Gemüte führen muss. 


Die Rechtslage in Deutschland ist eindeutig, doch das lässt vorerst keine Rückschlüsse auf das Gesetz in anderen Ländern zu. Laut EU-Regelung ist es seit 2009 überall verboten, Tierversuche zwecks kosmetischer Inhaltsstoffe durchzuführen. In Ländern wie in China sieht es allerdings anders aus - meines Wissens nach ist China das einzige Land, in dem Tierversuche sogar vorgeschrieben sind, wenn man ein Kosmetikprodukt in dort in den Handel bringen möchte. Jetzt versuchen wir mal, das Gedankenkonstrukt weiter zu führen. Als Schlussfolgerung dieser Tatsache bedeutet das, dass jede Marke, die in China vertrieben wird, sich bewusst dafür entscheidet, Tierversuche in Kauf zu nehmen. Das umfasst leider viele Kosmetikmarken, die wir auch hier in Deutschland in unseren Drogerien und Parfümerien kaufen und konsumieren. Die Liste ist vor allem mit den großen Herstellern gefüllt, die in China natürlich den großen Markt nicht an sich vorbei ziehen lassen möchten. Das fängt bei allen Marken von Procter & Gamble an, geht über Estée Lauder, bis hin zu Coty, L'Oreal oder Henkel. Die großen Marken sind uns allen wohl ein Begriff, aber das Bewusstsein dafür, welche Untermarken dazu gehören, das muss man sich erstmal zusammen kratzen. Hierfür habe ich euch eine kleine Liste erstellt, die ich auch gerne in der Zukunft als eigenständige Seite auf meinem Blog für euch zur Verfügung stellen werde.



Coty
Astor, Escada Frangrances, Manhattan, Max Factor, OPI, Rimmel, Sally Hansen, Wella

Estée Lauder
Bobbi Brown, Clinique, M.A.C. Cosmetics, Origins, Too Faced

Henkel
Diadermine, Fa, got2b, Schauma, Schwarzkopf, Syoss

L'Oreal
Biotherm, Essie, Garnier, Kiehl's, Lancôme, L'Oréal Paris, MNY, Maybelline, NYX, Redken, The Body Shop, Urban Decay, Vichy, YSL



Procter & Gamble

Aussie, Braun, Head & Shoulders, Herbal Essences, Olaz, Pantene, Venus

Unilever
Axe, Dove, Rexona, TIGI, duschdas


Das ist selbstverständlich nur ein ganz kleiner Einblick in die Liste der in China vertriebenen Marken, die wir auch hier als vermeintlich tierversuchsfrei konsumieren. Im Endeffekt stellt sich einem selbst die Frage, wie man mit dieser Information umgehen möchte. Vielleicht ist ja genau das Produkt, das man in den Händen hält, tierversuchsfrei. Aber möchte man eine Firma mit dem Kauf dieses Produkts unterstützen, die sich bewusst dafür entscheidet, in China zu verkaufen? Mit dem Wissen, was es im Endeffekt für das moralische Handeln bedeutet? Für mich persönlich steht fest, dass ich das nicht mehr möchte. Leider sind das alles Marken, von denen ich wirklich sehr viel besitze. Vieles habe ich aussortiert und weiter verschenkt oder verkauft. Einen kleinen Rest habe ich noch behalten und verwende die Produkte, bis sie eben aufgebraucht sind. Leugnen möchte ich es nicht - meine MAC Lippenstifte und essie Nagellacke werden mir fehlen. Doch das kann mein ethisches Denken ganz gut verkraften. Sollte die ein oder andere Marke im Laufe der Zeit sich aus dem chinesischen Markt distanzieren, dann bin ich auch gerne bereit, diese wieder in meinen täglichen Usus aufzunehmen. Auch ich musste erst dazulernen und diese Chance gebe ich natürlich jedem noch so großen Hersteller.

Der Vertrieb auf dem chinesischen Markt ist eine Seite der Problematik, von der man sich recht schnell einen Überblick verschaffen kann - allein ein Blick in die Google-Suche hilft, um sich bewusst zu machen, welche Marken betroffen sind und welche nicht. Schwieriger wird es aber beim Punkto "Chemikaliengesetz". Denn bei Chemikalien, die nicht ausschließlich für Kosmetika genutzt werden, darf zwecks Umweltverträglichkeit nicht darauf verzichtet werden. Ist in der Inhaltsstoffen also etwas vorhanden, das nicht nur für Kosmetik genutzt wird (sondern zum Beispiel auch für Medikamente), so kann man davon ausgehen, dass auch hier nicht tierversuchsfrei gehandelt wird. Sich hier allerdings einen Überblick zu verschaffen ist schon weitaus schwieriger und erfordert mehr Nachforschung. Große Anteile an Yves Rocher gehörten zum Beispiel lange Zeit an den Pharmakonzern Sanofi, mittlerweile wurden diese Anteile verkauft. Wohin und an wen, das habe ich so schnell nicht finden können. So stellt sich aber auch hier die Frage, wie sich ein Konzern öffentlich gegen Tierversuche ausspricht und letztendlich einem Pharmaunternehmen gehört, das sich von Tierversuchen nicht distanzieren kann und muss? Auch hierzu werde ich mich für euch noch näher mit der Thematik befassen und in einem weiteren Post eine Liste verfügbar machen.

Ihr seht, schon im Bereich der Tierversuche ist es auf den ersten Blick gar nicht so einfach, sich davon zu distanzieren und damit ist man noch nicht einmal beim Thema "vegan" angekommen. Doch auch dazu kann ich euch in der Zukunft noch gerne weitaus mehr Informationen geben - welche Marken vielleicht nicht weiter konsumiert werden sollte, aber noch viel wichtiger: welche wundervollen Kosmetika ohne Tierleid es (auch für günstiges Geld in der Drogerie) zu kaufen und zu lieben gibt!



Stand: 02.01. 2017 

[Kolumne] Jahresrückblick 2016: Das beste Jahr meines Lebens.

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30 Dezember 2016
Ich erinnere mich noch an Silvester 2015 - wie wir zu viert in der WG auf dem Balkon saßen. Ich in der Hocke auf dem Boden. Wir haben geraucht, das Feuerwerk angeschaut und ich sagte: "Hey, 2015 - das war ein gutes Jahr. Möge es genau so weiter gehen." Mein Exfreund lächelte zurück und sagte: "Ja. Das war es." Nun, jetzt, ein ganzes Jahr später ist einfach absolut gar nichts mehr so, wie es damals war. Es ist einfach nur so viel besser.

Schon bei meinem letzten Jahresrückblick, den ich sogar in zwei Teile auseinander brechen musste, bemerkte ich in mir Veränderungen. Ein steigendes Selbstbewusstsein, Stärke und den Drang zum Leben. Doch dass das noch nichts hingegen dem, was jetzt ist sein sollte, war, das konnte ich damals noch nicht ahnen. Die große erste Veränderung war mein Einstieg in das richtige Berufsleben. Dieser Job und damit auch meine Chefin haben so unfassbar zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen, wie man sich das kaum vorstellen könnte. Ich wurde stets gefordert und gefördert, wurde an meine persönlichen Grenzen gebracht, die ich immer wieder überquert habe. Meine Komfortzone musste ich vom ersten Augenblick an verlassen und das hat mich unfassbar geformt. Ich liebe meinen Job und ich gehe vollkommen in ihm auf und weiß auch endlich, dass das, was ich mache, genau das richtige ist. Dass ich angekommen bin - berufliches Glück zu finden, das ist das, was die meisten ihr Leben lang nicht schaffen. Noch ist Luft nach oben. Ich habe Pläne, die nicht nur meine beruflichen, sondern meine ganz persönlichen Leidenschaften miteinander vereint. Wenn das klappt, dann wird das eine unglaubliche Sache. Doch mehr dazu dann wohl im Jahresrückblick 2017.

Die zweite absolut essentielle Veränderung in diesem Jahr war die Trennung von meinem Exfreund nach sieben Jahren. Nachdem ich zunächst dachte, meine Welt würde zerbrechen, so geschah genau das Gegenteil. Ich bin frei und glücklich wie noch nie. Damit meine ich kein "frei", das sich auf das Singleleben bezieht, sondern ein "frei" meiner Persönlichkeit. Alles, was ich mir immer wünschte zu sein, aber als Hirngespinst wieder verwarf ("Na, so wirklich ich bin ich das nicht - bin doch so ein sozialer Krüppel.") - all das bin ich nun. Ich habe so gute Menschen um mich herum - tolle Freunde, herzensgute Bekannte. Alles Menschen, die mich so schätzen, wie ich bin. Dieses Jahr habe ich knapp 100 neue Facebookfreunde gesammelt - das klingt erstmal dumm, was ist das denn schon für eine Aussage. Aber nein, das sind alles Menschen, die ein Teil meines Lebens geworden sind. Menschen, die mein Leben mehr oder minder noch mehr beeinflusst haben und mich inspirierten, einen besseren Weg im Leben einzuschlagen.

Ich habe Konzerte besucht, Poetry Slams, hatte viele Fotoshootings, fing Pokémon, hing auch einfach nur so rum - mit einem offenen Blick für alles und jeden. So viel gelacht mit so viel innerer Zufriedenheit habe ich noch nie zuvor. Natürlich habe ich auch viele neue Männer kennen gelernt. Einige davon haben meinen Horizont sehr erweitert, mir neue Welten gezeigt. Manche kamen und gingen dann wieder sehr schnell. Andere hingegen blieben ein Teil meines Lebens bis jetzt. Sie brachten mir bei, mich nicht nur als Mensch, sondern auch als Frau zu schätzen. Dass ich einfach vollkommen gut so bin. "Mädchen, schau dich doch einfach mal an." Es gab diverse Gründe, wieso es mit dem einen und mit dem anderen nicht geklappt hat; das ist vollkommen okay. Ich habe gelernt und beobachtet und es war perfekt. Nur ein Mal, da wurde mir das Herz gebrochen, so ein kleines bisschen. Das erste Mal, dass ich seit Monaten weider geweint habe; doch ein halbwegs gesunder Sinn für die Essenz dieser Situation sagte mir, dass alles okay ist. Und das ist es auch. 

Auch in meiner Familie gab es Veränderungen. Ein Familienmitglied hat uns verlassen - mein Hansi, mein Kaninchen, mein Partner in Crime. Er ist im Februar dieses Jahres an einem Tumor verstorben. Von einem Tag auf den anderen; auch das brach ein riesiges Loch aus meinem Herzen und ein kleines Loch wird an dieser Stelle für immer bleiben. Doch im Laufe des Jahres wuchs die Familie auch wieder um zwei weitere neue Mitglieder. Emmchen kam im April zu uns - der größte, hasige Flauschbollen und das liebste kleine Wesen, das ich jemals kennen gelernt habe. Und im Juni folgte dann Kira, mein Hundebaby, das mittlerweile natürlich gar kein Baby mehr ist. Menschen und Tiere kann man nie ersetzen, aber wenn man so viel Liebe zu verschenken hat wie ich, dann findet sich immer wieder ein neuer Platz im Herzen. 

Die Liebe zum Tier und zum Leben an sich wurde vor kurzem auch wieder ein essentielles Thema für mich. Seit knapp zwei Monaten ernähre ich mich nun vegan und ich bin unfassbar glücklich damit. Ich engagiere mich dafür, die Welt ein kleines bisschen besser zu gestalten und wenn es nur das sein sollte. Dieser Teil von mir wurde auch zum Bestandteil meines Blogs, der im letzten Jahr natürlich auch eine sehr große Veränderung mitmachte. Ich distanzierte mich nach und nach mehr von Kosmetik; zunächst einfach aus Gründen der Übersättigung und mittlerweile, weil die wenigsten Kosmetikmarken tierversuchsfrei und vegan sind; zumindest die, die ich bisher benutzt und auf meinem Blog gezeigt habe. Die Kolumne "Gedankenflug", die ich im Januar 2016 zusammen mit Mareike startete, wurde zum Kern von "Fräulein Bird" und mein absolutes Baby. Dennoch ist es meistens Zeit lebewohl zu sagen, wenn es am besten ist. Mit diesem Jahresrückblick endet nämlich auch die Ära der Kolumne - zumindest in der Form, wie sie aktuell besteht. Schreiben werde ich weiterhin und euch meine Meinung aufdrücken sowieso; aber alles ein klein wenig anders. 

Ich habe im letzten halben Jahr 15 kg abgenommen und liebe meinen Körper mittlerweile sehr. Gekrönt wurde das über das Jahr verteilt mit vier neuen Tattoos, die mich mittlerweile schmücken. 

Das Jahr 2016 war das schönste Jahr meines Lebens - das kann ich so ganz offen sagen. Ich habe Zufriedenheit gefunden. Den Glauben an mich selbst. Den Weg für das, was nun vor mir liegt. Ich habe Liebe gefunden - denn von ihr gibt es so viel in der Welt, wenn man genauer hinschaut. Danke, 2016. Du warst so gut zu mir.



Wie Mareikes 2016 war?
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